Monthly Archives: December 2009

Zustellbarkeitsmanager/in in Berlin jesucht!

Etwas in eigener Sache: Advent, Advent, das Zustellbarkeitsmanagement brennt?! No way… 😀 Aber die optivos suchen derzeit VerstĂ€rkung fĂŒr das Deliverability-Management rund um meinen Kollegen Jöran (Xing). Denn genau wie alle Geschenke mĂŒssen auch alle E-Mails zur turbulenten Weihnachtszeit ausgeliefert werden – sonst drohen TrĂ€nen bei den Adressaten… 😉

Hm ich gebe die Stellenbeschreibung mal 1:1 weiter und freue mich ĂŒber Feedback “auf allen KanĂ€len” (oder eine Weiterleitung an nette Kandidatinnen und Kandidaten):

E-Mail-Zustellbarkeits-Manager/in

Ihre Aufgaben:

Sie stellen sicher, dass der grĂ¶ĂŸtmögliche Anteil der E-Mails, die unsere Kunden ĂŒber unsere E-Mail-Marketing-Plattform optivoÂź broadmail versenden, die EmpfĂ€nger erreicht und korrekt dargestellt wird.

Zu diesem Zweck kĂŒmmern Sie sich u.a. um folgende Themen:

  • RegelmĂ€ĂŸiger Kontakt zu allen relevanten europĂ€ischen Providern und Freemail-Anbietern
  • Sicherstellung, dass unsere Versandserver dauerhaft auf den Whitelists der Provider gefĂŒhrt werden
  • Schnelle und souverĂ€ne KlĂ€rung bei akuten Zustellungsproblemen (Blocking)
  • Monitoring aller relevanten Blacklists
  • Kenntnis und Umsetzung aller relevanten Technologien (SPF, Domain Keys etc.)
  • Durchdringen der Funktionsweisen aller wichtigen Spamfilter
  • RegelmĂ€ĂŸige Analyse der Performance-Daten aller versandten Mailings zur Feststellung eventueller Zustellbarkeitsprobleme
  • Analyse und KlĂ€rung von Spam-Beschwerden
  • Kenntnis der lĂ€nderspezifischen Rechtslage im Bereich E-Mail-Marketing
  • Entwicklung von Best -Practices in allen Bereichen des E-Mail-Marketing mit Einfluss auf die Zustellbarkeit (Datengenerierung, Kreation, Versand
)
  • Proaktive Beratung unserer Kunden bei der Umsetzung dieser Best Practices
  • Kontakt zu wichtigen Technologiepartnern
  • Teilnahme an Fachkongressen
  • RegelmĂ€ĂŸiger interner Statusbericht ĂŒber Gesamt- und kundenspezifische Zustellbarkeit

Ihr Profil:

Idealtypisch ist folgender Werdegang:

  • Abgeschlossenes technisches Hochschulstudium oder vergleichbare Ausbildung
  • Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung

Uns ist bewusst, dass dies eine Stelle mit einem sehr spezifischen Profil ist. Deshalb wĂ€re jede der folgenden Qualifkationen wĂŒnschenswert, ist aber keine Einstellungsvoraussetzung:

  • Grundlagen des E-Mail-Marketing
  • SMTP-Protokoll

Folgende Eigenschaften sollten Sie mitbringen:

  • Fehlerfreies und flĂŒssiges Englisch in Wort und Schrift; bitte bewerben Sie sich nicht, wenn Sie diese Voraussetzung nicht erfĂŒllen – Sie werden Ihren Job dann nicht ausfĂŒhren können.
  • Hohe Eigenmotivation
  • Interesse, sich stĂ€ndig weiter zu bilden
  • TeamfĂ€higkeit
  • Sicherer Umgang mit Kunden (Telefon, E-Mail)
  • HartnĂ€ckigkeit
  • Hohe Genauigkeit und Detailversessenheit

Unser Angebot:

Auf Sie wartet eine verantwortungsvolle Aufgabe (Vollzeit) in einem sympathischen Team. In unserem großzĂŒgigen Loft in Berlin-Mitte herrschen uneingeschrĂ€nkte KollegialitĂ€t sowie Teamgeist.

Was wir Ihnen bieten können:

  • ein Portfolio innovativer Produkte mit klaren Wettbewerbsvorteilen
  • stĂ€ndig neue Herausforderungen und die Möglichkeit, sich fortwĂ€hrend weiterzubilden und -entwickeln
  • eine fundierte Einarbeitung in Ihr Arbeitsgebiet

Nebenbei: ein absolut spannendes und vielseitiges Thema im E-Mail-Marketing – gerade wenn es darum geht, eng zusammen mit Kunden individuelle Konzepte fĂŒr eine optimierte E-Mail-Zustellung auszuarbeiten…

Anbei noch fĂŒnf Must-Reads aus der BlogosphĂ€re zum Thema:

Soft-Opt-In-Urteil: Werbe-E-Mails rechtswidrig ohne Hinweis auf Widerspruchsmöglichkeit

Keine E-Mail-Werbung ohne ausdrĂŒckliche Einwilligung des Adressaten (siehe vorangegangener Post) – in Deutschland gilt das Opt-In-Prinzip. Eine Ausnahme hiervon bildet § 7 Abs. 3 UWG fĂŒr bestehende GeschĂ€ftsbeziehungen. Hiernach ist bei Bestandskunden unter bestimmten Voraussetzungen auch ein werblicher E-Mail-Versand auf Opt-Out-Basis möglich (daher auch die Bezeichnung “Qualifiziertes Opt-Out” oder “Soft-Opt-In).

Das Opt-Out-Schlupfloch des UWG

Per Soft-Opt-In kann etwa im Bestellprozess ausnahmsweise ein bereits vorselektiertes Ankreuz-KĂ€stchen

[ X ] Ja, ich möchte auch den wöchentlichen Koch-Tipp-Newsletter erhalten

platziert werden, dass der Nutzer bei Desinteresse entfernen muss. Durch ein solches Opt-Out können Kunden – zumindest formal – einfacher zu Newsletter-Abonnenten gewandelt werden, als ĂŒber eine ausdrĂŒckliche Einwilligung. Voraussetzung ist allerdings, dass alle vier im Gesetzestext genannten Bedingungen zugleich erfĂŒllt sind. D.h. …

  1. dem Kunden wurden bereits entgeltlich Waren und Dienstleistungen verkauft und in diesem Zusammenhang wurde die E-Mail-Adresse erhoben
    (Unentgeltliche VertrĂ€ge, wie Community-Mitgliedschaften sind hiervon nicht berĂŒhrt. Rechtlich ungeklĂ€rt ist, ob auch eine Vertragsanbahnung bereits ausreichend ist, oder ob der Vertrag abgeschlossen worden sein muss)
  2. die Werbung bezieht sich auf Àhnliche Waren und Dienstleistungen aus dem eigenen Unternehmen
    (Fremdwerbung ist somit nicht gestattet. Wie weit oder eng “Ă€hnlich” gefasst werden darf, bleibt ungeklĂ€rt)
  3. der Kunde hat der Datenverwendung (noch) nicht widersprochen
  4. bei der Datenerhebung und –verwendung wurde deutlich auf die kostenlose Widerrufsmöglichkeit hingewiesen

Vorsicht bei MĂ€ngeln – LG Bonn

Wie wichtig die konsequente ÜberprĂŒfung aller Voraussetzungen ist, zeigt das Landgericht Bonn im Urteil v. 08.09.2009 – Az.: 11 O 56/09 auf: Ein Wettbewerbsverband klagte als GeschĂ€ftskunde eines Telekommunikationsunternehmen gegen Selbiges auf Unterlassung, weil in einer Werbe-E-Mail der Hinweis auf die kostenfreie Widerspruchsmöglichkeit hinsichtlich der Verwendung der E-Mail-Adresse fehlte, und dies ein unlauteres Verhalten darstellt. Das Landgericht gab dem KlĂ€ger mit Hinweis auf den Mangel bei § 7 Abs. 3 Nr. 4 UWG Recht.

(Via Kanzlei Dr. Bahr / online-und-recht.de)

ï»ż

Diplomarbeit: “Betreffzeilen-Optimierung im E-Mail-Marketing”

Inhaltsverzeichnis: "Betreffzeilenoptimierung im E-Mail-Marketing" von M. Schwertfeger

Inhaltsverzeichnis: "Betreffzeilenoptimierung im E-Mail-Marketing" von M. Schwertfeger

Mario Schwertfeger (Xing) prĂ€sentiert die Ergebnisse seiner Diplomarbeit “Betreffzeilenoptimierung im E-Mail-Marketing” am Lehrstuhl Direct Marketing der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen FakultĂ€t Uni Bayreuth. In der empirischen Untersuchung wurden 13 hauptsĂ€chliche Einflussfaktoren von E-Mail-Betreffzeilen im Hinblick auf die Öffnungsrate identifiziert. Die Determinanten wurden anschließend durch eine WWW-Befragung unter 284 Teilnehmern fĂŒr zwei Marken ĂŒberprĂŒft.

Key-Findings:

  • Es gibt keine Erfolgs-Grantie fĂŒr eine der 13 Kategorien
  • Tests und Segmentierung sind unabdingbar
  • Betreffs funktionieren mit Marken-Nennung deutlich besser, als ohne
  • Auch die Kategorie Knappheit performte ĂŒberdurchschnittlich
  • Incentivierungen lieferten gute Ergebnisse
  • Ein schlichter und sachlicher Betreff schnitt besser ab, als Fragenformulierungen

Die Arbeit, die auf 150 Seiten den wohl umfassendsten Überblick ĂŒber die relevante Marketingforschung in diesem Bereich bietet, wird in ca. 14 Tagen auf http://www.hausarbeiten.de/ verfĂŒgbar sein.

PS: Ich gratuliere zum Diplom und natĂŒrlich zu der tollen Arbeit zu diesem interessanten Thema! 🙂

*Update:*
Die Arbeit kann nun als PDF zum Preis von 29,90 EUR hier bezogen werden:
http://www.grin.com/e-book/141438/betreffzeilenoptimierung-im-e-mail-marketing

Trickreiche Landing-Page fĂŒr höhere Conversion?

Die Landingpage einer wohl eher zweifelhaften E-Mail-Lead-Kampagne:

Landingpage

Landingpage

Klar – keiner ist multiplen Einkommens-Strömen gegenĂŒber abgeneigt. 😉 Aber der Rezipient hat oft nicht die Zeit, sofort alle klangvollen Infos in voller AusfĂŒhrlichkeit in sich aufzusaugen. Bei mir etwa reihte die Seite sich vorgestern in haufenweise weiterer Browser-Reiter ein. In der Regel wĂ€re sie dann abends mit anderen nur kurz gesichteten Seiten geschlossen worden. Schade!

Doch nicht diese Seite. Diese Seite wartet mit einigen findigen Tricks & Effekten auf, von denen ich die ersten beiden fĂŒr sich genommen interessant finde. Denn hierdurch ergeben sich zwei weitere von vielen Mini-Bausteinen, mit denen die Umwandlungsrate von Besuchern zu Leads optimiert werden kann.

Was passierte?

  1. Die Page reibte sich mir nach mehr als 50 (!) Minuten, in denen sie als Tab im Browser schlummerte mit einer Nachrichten-Box wieder unter die Nase: “Hey – du hast mich vorhin geöffnet aber scheinbar wieder vergessen. Ich habe noch was zu bieten!” – “Jo stimmt…“.
  2. Cool: Nach Wegklicken der Nachrichten-Box scrollte der Browser wie von Geisterhand ĂŒber die geldwerten Tipps hinweg ans Ende der Seite zum Registrierungsformular, das sodann noch einmal effektvoll aufblitzte und so die Aufmerksamkeit des Betrachters sofort auf sich zog: “Hierhin gucken, ausfĂŒllen und profitieren!” – “Ă€h.. Neee…” 😉

    Formular

    Formular

Test it!

Ich habe das Ganze mal in einer save-Variante – ohne Popups sowie FormularfunktionalitĂ€t – und mit einem von 50 Minuten auf 10 Sekunden reduzierten Countdown konserviert. Aufrufen, weiteren Tab im Browser öffnen und ein paar Sekunden warten…

http://bit.ly/4ysTGT

Nice, oder? Gerade Scrolling sowie Formular-Highlighting kann IMHO was…

Recht: Double Opt-In Pflicht fĂŒr Werbe-E-Mails?

Der werbliche E-Mail-Versand bedarf in Deutschland gemĂ€ĂŸ §7 Abs. 2 Nr. 2 UWG einer vorherigen, ausdrĂŒcklichen Einwilligung fĂŒr jeden EmpfĂ€nger. Der Begriff “Werbung” wird sehr sehr weit gefasst und beinhaltet gemĂ€ĂŸ 2006/114/EG Artikel 2 jede Äußerung mit dem Ziel, den Absatz zu fördern. Nach §4a BDSG sowie der europĂ€ischen Datenschutzrichtlinie 2002/58/EG (17) muss die Einwilligung

  • freiwillig, d. h. ohne Zwang zur Zustimmung in Weiteres (z. B. AGB) und ohne Druck
  • generell schriftlich, aber online auch elektronisch
  • bestimmt bzw. sachkundig, d. h. mit Kenntnis darĂŒber, in was genau wem gegenĂŒber eingewilligt wird
  • transparent bzw. als spezifische Angabe, d. h. mit einer
    • durch rĂ€umliche Trennung zu anderen Bestimmungen hervorgehobenen
    • explizit auf die Zusendung von Werbung per elektronischer Post bezogenen
    • durch eine Nutzer-Aktion aktiv herbeigefĂŒhrten Zustimmung (“opt-in”)

… erfolgen. Kommt es zu einem Streitfall vor Gericht, weil versehentlich etwa der Betrieb eines Anwalts mit unbestellter Werbung gestört wurde, trĂ€gt der Versender immer die Beweislast fĂŒr das Vorliegen der Erlaubnis. Generell werden folgende Opt-In-Modi nach Permission-StĂ€rke unterschieden – Soft Opt-In (als Sonderfall des §7 Abs. 3 UWG), Single Opt-In, Confirmed Opt-In sowie Double Opt-In.

Double Opt-In bietet Nachweisbarkeit

Im vergangenen Beitrag “Single oder Double-Opt-Inwurden bereits Vor- und Nachteile dieser Verfahren diskutiert. Quintessenz: Double Opt-In bietet höchste Nachweisbarkeit zuungunsten der QuantitĂ€t, Single Opt-In umgekehrt. Ich habe zur Diskussion gestellt, ob Double Opt-In, das zweifelsohne als best practice angepriesen wird, tatsĂ€chlich immer angewandt werden muss. Denn im Hinblick auf ein bestmögliches VerhĂ€ltnis von QualitĂ€t zu QualitĂ€t wĂ€re es vielleicht ratsam, an verschiedenen Points-Of-Touch, an denen die Missbrauchswahrscheinlichkeit des Anmeldeformulars sehr gering ist, auf Confirmed Opt-In zu setzen. Ein Beispiel wĂ€re etwa das HĂ€kchen fĂŒr die Newsletter-Anmeldung unter dem Bestellformular im Shop, da hierbei kaum E-Mail-Adressen Dritter eingegeben werden.

Single Opt-In rechtlich zunehmend riskanter?

Wieso grabe ich das Thema erneut aus? FĂŒr Versender stellt sich erfahrungsgemĂ€ĂŸ hĂ€ufiger die Frage, ob der Anmelde-Prozess nicht von Double komplett auf Single Opt-In umgestellt werden soll, da mehr Daten generiert und die rechtlichen Risiken (“Abmahnung mit strafbewehrte UnterlassungserklĂ€rung“) als kalkulierbar eingestuft werden.

Ich möchte daher zum einen darauf hinweisen, dass VerstĂ¶ĂŸe gegen UnterlassungsansprĂŒche sehr teuer werden können – das AG Rendsburg setzte kĂŒrzlich als Exempel 300 EUR Ordnungsgeld je beim 1. und 2. und 5.000,- EUR (!) beim 3. Verstoß fest (vgl. AG Rendsburg, Beschl. v. 16.10.2009 – Az.: 3 C 218/07). Ferner gilt der Unterlassungsanspruch eventuell nicht nur fĂŒr eine E-Mail-Adresse, sondern fĂŒr alle möglichen E-Mail-Adressen eines EmpfĂ€ngers (vgl. LG Berlin, Beschluss vom 16.10.2009 – Az. 15 T 7/09) oder sogar generell gegenĂŒber allen EmpfĂ€nger (vgl. OLG Hamm, Urt. v. 14.05.2009 – Az.: 4 U 192/08).

Zum anderen anbei drei mehr oder weniger frische Gerichts-Urteile, die fĂŒr den Werbeversand Double Opt-In klar einfordern und Confirmed Opt-In als unzureichend kennzeichnen:

1 Jahr EmailMarketingTipps – Happy Birthday ;-)

Abb.: EmailMarketingTipps feiert 1-jÀhriges! :-) (Bild: Tobyotter / Flickr)

Abb.: EmailMarketingTipps feiert 1-jĂ€hriges! 🙂 (Bild: Tobyotter / Flickr)

Jep am 1.12.08 gings los – Bloggeritis in den Pfoten. Heute, d. h. genau ein Jahr und 241 Postings spĂ€ter sage ich big shouts out in Richtung aller E-Mail-Marketing-Interessierten und der vielen -Experten, die sich vernetzten, zusammen das Thema weiterentwickeln und ihre Ideen und Gedanken teilen!

Und das waren die Top 5-Seiten:

Gastbeitrag

PI / Monat

Sehr nice: der Gastbeitrag Anfang MĂ€rz auf Nico Zorns EmailMarketingBlog.de, durch den die Visits hier plötzlich von 0 auf 100 explodierten – ab da machte das Bloggen doch noch einmal deutlich mehr Spaß! 🙂

Es bleibt spannend!