Tag Archives: double opt-in

Welcome to Absurdistan: Did a higher Regional Court just kill double opt-in in Germany?

There is the catastrophe: double opt-in legally inadmissible” (Dr. Schirmbacher), “one of the most serious und fatal failures of justice in the last 5 years” (Dr. Bahr). Those are just two out of many comments. In fact, I haven’t seen any positive ones among experts until now. And I don’t think there will be any.

What happened? Continue reading

Double opt-in in Germany – is it legally mandated?

I noticed some buzz around the German opt-in legislation lately, or more precisely: concerning the use of double opt-in. (See for example the “Drowning in data” panel recording from the last Email Insider Summit at 38:11, or this tweet.) So… is double opt-in, where subscribers have to activate their subscription by clicking a confirmation link, required in Germany? Here are the most important things for you to know: Continue reading

Double opt-in – 12 setup-tips to get a maximum outcome [2/2]

In one of the last postings we looked at why and when email marketers should consider using double opt (DOI) to grow their lists. But as a matter of fact, DOI adds a new layer of complexity to the email signup. It naturally costs a certain percentage of subscribers (partly 40% and more) because not all complete the process by clicking the confirmation link in their checkmail. There are many possible reasons that, ranging from ‘users not understanding the need of the second step’ to ‘junk-filtered checkmails en masse’. Anyway, this makes it necessary to implement double opt-in very carefully. By using the following 12 tips, you should be able to maximize your conversion rates from signing in to confirming the subscription: Continue reading

Double opt-in – why and when? [1/2]

It is generally a good idea to grow your list using double opt-in. As a little refresher – Continue reading

Recht: Double Opt-In Pflicht für Werbe-E-Mails?

Der werbliche E-Mail-Versand bedarf in Deutschland gemäß §7 Abs. 2 Nr. 2 UWG einer vorherigen, ausdrücklichen Einwilligung für jeden Empfänger. Der Begriff “Werbung” wird sehr sehr weit gefasst und beinhaltet gemäß 2006/114/EG Artikel 2 jede Äußerung mit dem Ziel, den Absatz zu fördern. Nach §4a BDSG sowie der europäischen Datenschutzrichtlinie 2002/58/EG (17) muss die Einwilligung

  • freiwillig, d. h. ohne Zwang zur Zustimmung in Weiteres (z. B. AGB) und ohne Druck
  • generell schriftlich, aber online auch elektronisch
  • bestimmt bzw. sachkundig, d. h. mit Kenntnis darüber, in was genau wem gegenüber eingewilligt wird
  • transparent bzw. als spezifische Angabe, d. h. mit einer
    • durch räumliche Trennung zu anderen Bestimmungen hervorgehobenen
    • explizit auf die Zusendung von Werbung per elektronischer Post bezogenen
    • durch eine Nutzer-Aktion aktiv herbeigeführten Zustimmung (“opt-in”)

… erfolgen. Kommt es zu einem Streitfall vor Gericht, weil versehentlich etwa der Betrieb eines Anwalts mit unbestellter Werbung gestört wurde, trägt der Versender immer die Beweislast für das Vorliegen der Erlaubnis. Generell werden folgende Opt-In-Modi nach Permission-Stärke unterschieden – Soft Opt-In (als Sonderfall des §7 Abs. 3 UWG), Single Opt-In, Confirmed Opt-In sowie Double Opt-In.

Double Opt-In bietet Nachweisbarkeit

Im vergangenen Beitrag “Single oder Double-Opt-Inwurden bereits Vor- und Nachteile dieser Verfahren diskutiert. Quintessenz: Double Opt-In bietet höchste Nachweisbarkeit zuungunsten der Quantität, Single Opt-In umgekehrt. Ich habe zur Diskussion gestellt, ob Double Opt-In, das zweifelsohne als best practice angepriesen wird, tatsächlich immer angewandt werden muss. Denn im Hinblick auf ein bestmögliches Verhältnis von Qualität zu Qualität wäre es vielleicht ratsam, an verschiedenen Points-Of-Touch, an denen die Missbrauchswahrscheinlichkeit des Anmeldeformulars sehr gering ist, auf Confirmed Opt-In zu setzen. Ein Beispiel wäre etwa das Häkchen für die Newsletter-Anmeldung unter dem Bestellformular im Shop, da hierbei kaum E-Mail-Adressen Dritter eingegeben werden.

Single Opt-In rechtlich zunehmend riskanter?

Wieso grabe ich das Thema erneut aus? Für Versender stellt sich erfahrungsgemäß häufiger die Frage, ob der Anmelde-Prozess nicht von Double komplett auf Single Opt-In umgestellt werden soll, da mehr Daten generiert und die rechtlichen Risiken (“Abmahnung mit strafbewehrte Unterlassungserklärung“) als kalkulierbar eingestuft werden.

Ich möchte daher zum einen darauf hinweisen, dass Verstöße gegen Unterlassungsansprüche sehr teuer werden können – das AG Rendsburg setzte kürzlich als Exempel 300 EUR Ordnungsgeld je beim 1. und 2. und 5.000,- EUR (!) beim 3. Verstoß fest (vgl. AG Rendsburg, Beschl. v. 16.10.2009 – Az.: 3 C 218/07). Ferner gilt der Unterlassungsanspruch eventuell nicht nur für eine E-Mail-Adresse, sondern für alle möglichen E-Mail-Adressen eines Empfängers (vgl. LG Berlin, Beschluss vom 16.10.2009 – Az. 15 T 7/09) oder sogar generell gegenüber allen Empfänger (vgl. OLG Hamm, Urt. v. 14.05.2009 – Az.: 4 U 192/08).

Zum anderen anbei drei mehr oder weniger frische Gerichts-Urteile, die für den Werbeversand Double Opt-In klar einfordern und Confirmed Opt-In als unzureichend kennzeichnen:

Inbox: DOI-Terror & Medimops & Inxmail & Henkel

DOI-Terror

Double Opt-In - die Hoffnung stirbt zuletzt? Don't Spam!

Double Opt-In - die Hoffnung stirbt zuletzt? Plz don't spam!

Datum, Uhrzeit: zu häufig
Betreff: Letzte Erinnerung. Bestätigen Sie noch Ihre Teilnahme am Gewinnspiel Gewinne ein MacBook Air
Kommentar: Vorweg: Die Double Opt-In-E-Mail (DOI-Mail) dient der erneuten Bestätigung einer Anmeldung z. B. für einen E-Mail-Newsletter, um Missbrauch durch Einträge Dritter auszuschließen. Mit dem Urteil des LG Essen wird eine doppelte Einwilligung – insbesondere für Versender von Werbung – empfohlen. Denn eine E-Mail ohne zweifache Einwilligung könnte als Spam gewertet werden. Heißt das im Umkehrschluss, dass eine DOI-Mail kein Spam ist? Wohl kaum. Zwar kann eine DOI-E-Mail untergehen (Fehlalarm des Spam-Filters, etc.). Daher würde ich als Marketer (nicht als RA – der Richter könnte dies anders sehen!) noch eine Nachfass-Aktion gut heißen. Allerdings ist die Vorgehensweise in dieser Ansammlung allerletzter Erinnerungen wohl ein wenig übertrieben… Dazu kommt noch, dass der Austragen-Link in englischer Sprache betitelt ist, was a.) nicht unbedingt vertrauenerweckend ist und b.) viele nicht verstehen. Klar: Mega-Fail!

Medimops

Medimops, die Zweite: Dialogmarketing so, wie es sein sollte.

Medimops, die Zweite: Dialogmarketing so, wie es sein sollte.

Datum, Uhrzeit: 16.08.2009, 07:03 Uhr
Betreff: Ihr Einkauf bei medimops ueber Amazon
Kommentar: Medimops wurde im vorangegangenen Beitrag bereits als positives E-Mail-Marketing-Beispiel vorgestellt. Schön, dass mit der Bestellung der Kunde nicht abgehakt wird. Sondern ganz im Gegenteil wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut und der Käufer gebunden: der Geschäftsführer stellt sich und die Ansprechpartner kurz persönlich vor und lädt zum Dialog ein. Das Ganze im humorigen Stil der vorangegangenen E-Mail. Eine Gute Basis, um Produkt-Empfehlungen für Folgekäufe auszusprechen.
Einzig die Googlemail-Absenderadresse… sollte dringend in eine medimops.de-Adresse geändert werden. Idealerweise mit dem Namen des GF für eine extra-Portion Authentizität. Und eine Abmelden-Möglichkeit fehlt (“Sollten Sie keinen Kontakt wünschen, …”) .
Fazit: schöner Dialog-Stil! (und ein Beispiel dafür, dass E-Mail-Marketing auch schlicht sein kann)

Inxmail

Inxmail setzt List-Unsubscribe um - Googlemail akzeptierts. ;-)

Inxmail setzt List-Unsubscribe um - Googlemail akzeptierts. ;-)

Datum, Uhrzeit: 16.08.2009, 20:39
Betreff: Folgen der BDSG-Novelle für Adressgenerierung
Kommentar: Wie ich kürzlich bei Martin Bucher icon_twitter1 las, hat Inxmail das List-Unsubscribe-Feature, das unter anderem eine Abmeldung eines Newsletters über die Googlemail-Benutzeroberfläche (vgl. vorangegangener Artikel) ermöglicht und zudem eine quasi-Feedback-Loop für Versender bieten kann, bereits umgesetzt. Wow – das ging fix! :-)
Nicht weniger vorbildlich: nach der Newsletteranmeldung auf der Inxmail-Seite gibt es direkt die aktuelle Newsletter-Ausgabe. Da ist der Lead noch frisch – bester Zeitpunkt, um ihn mit Infos zu versorgen.
Ich meine: 2x spannend!

Henkel

Henkel farbenfroh

Henkel farbenfroh (grün = Vorschaufenster in meinem Thunderbird)

Datum, Uhrzeit: 17.08.2009, 10:25
Betreff: Bringen Sie Farbe in Ihr Leben – mit dem neuen Spee Color!
Kommentar: Die aktuelle Farbjagd-Kampagne von Henkel / Spee-Color hat im Posteingang auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit erhascht. Tolle Bilder mit prächtigen Farben! Die Bilder werden übrigens in der E-Mail eingebunden mitversandt, sodass diese direkt angezeigt werden.
Einzig die Tatsache, dass lediglich ein einziger Link zur Landingpage vorhanden ist, stört den Gesamteindruck ein wenig. Aber: fürs Auge!

Single oder Double Opt-In?

… in meinem Gesichtsfeld läuft nur
Double-opt-in …

wurde kürzlich in der Xing-Gruppe “Internet Marketing” geschrieben.

Sollte beim Listbuilding wirklich per se das Double Opt-In-Verfahren angewandt werden, bei dem eine Newsletter-Eintragung vom Interessenten noch ein zweites Mal in einer Aktivierungs-E-Mail bestätigt werden muss? Continue reading

Kommt das Quadrupel Opt-In?

Probleme mit der Zustellungsrate wegen lascher Permission-Policy (Spam-Complaints)? Vergessen Sie Double Opt-In. Und auch Triple Opt-In ist Schnee von gestern. Quad Opt-In könnte – auch im Rahmen der Novellierung des BDSG - die Lösung der Zukunft sein:

Sehr geile Idee. :-D

(…) it’s unbelievable.. i mean.. it’s groundbreaking.. I mean.. to think that we went from single opt-in – which most internet marketers are using -, then double opt-in… you leap-frogged triple and went to… QUAD!

Die Präsentation des Quadrupel Opt-In-Prozesses erinnert ein wenig an die guten alten Infomercials: lol!

PS: Wie betreiben Sie Ihr Listbuilding? Freue mich über Ihre Teilnahme an der kurzen Umfrage (siehe Sidebar rechts oben).

Gravenreuth erhält 14 Monate staatliches Pensionat

Die Juristerei sorgt nicht selten für kollektives Kopfschütteln bei Online-Marketern, z. B. wenn bereits das Zusenden einer Double Opt-In-Mail, die best-practice beim Opt-In ist und unerwünschte E-Mails unterbindet, als unzumutbare Belästigung im Sinne des § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG klassifiziert wird. Dieser “Missstand” ist einer in IT-Kreisen ungeliebten Person jetzt zum Verhängnis geworden. Denn nun ist es wohl amtlich: Gravenreuth darf wegen vollendeten Betruges gegenüber der Berliner Tageszeitung taz für 14 Monate ins Kittchen. Und alles begann eben mit einer simplen Double Opt-In Mail vor ein paar Jahren…

Die Chronik1:

  1. 2006: Gravenreuth mahnt taz.de ab, nachdem er sich durch die Double Opt-In Mail für den angebliche nicht bestellten Newsletter in unzumutbarer Weise belästigt fühlte.
  2. Das Landgericht Berlin Continue reading