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Neue Newsletter-Abonnenten über Landingpage, Adressbücher und Layer-Formulare

Anbei drei kleine Schneebälle für die Generierung von Newsletter-Abonnenten, die mir kürzlich unter die Linse kamen. ;-)

1. Landingpage passend zur verweisenden Website

Eine interessante Sache, auf die ich kürzlich über die Präsentation “How to Build Your Email File with No (New) Acquisition Budget” [pdf, 13 Seiten, 1.5mb] gestoßen bin: anhand des so genannten

REFERER

(vgl. Wikipedia) kann Ihre Webseite (in der Regel) erkennen, von welcher verweisenden Webseite ein Besucher zu Ihnen kommt. Und zwar bevor Ihre Webseite zu Ihrem Besucher übertragen und dort dargestellt wird.

Das bedeutet, dass Ihre Webseite – je nach Referer – angepasst und in verschiedenen Varianten – passend zum Besucher – ausgeliefert werden kann. Vorteil: So können Sie z.B. die Vorteilsversprechen gezielt variieren, mit denen Sie Ihre Besucher zum Newsletterabonnement bewegen möchten…

Beispiel: Sie betreiben einen Onlineshop zu einer Zoohandlung. Kommt nun ein Besucher durch einen Klick in Ihrer Forensignatur von forum.fisch.de zu Ihnen, könnte der Teaser zur Newsletteranmeldung auf Ihrer Webseite lauten:

[ ] Ja, ich angel mir den wöchentlichen Newsletter mit exklusiven Rabattaktionen, Tipps zur Fisch- und Tierhaltung und mehr.

Kommt der Besucher dagegen über einen Link auf der Webseite katzen-blogger.de, könnte der Teaser passender Weise lauten:

[ ] Ja, ich will den wöchentlichen Newsletter und sicher mir den 5€-Rabattcoupon auf Katzenfutter und mehr.

Sie hätten Ihren Website-Besucher perfekt aufgefangen und vermutlich die Chance zur Umwandlung in einen Newsletter-Abonnenten erhöht. Gleiches gilt im Übrigen auch für Schaltungen von z.B. AdWords-Anzeigen zur Generierung von Newsletter-Abonnenten – auch hier können Sie natürlich passende Landingpages gestalten…

2. Webmailer-Adressbücher für “Freunden empfehlen”

Sie kennen vermutlich die Funktion, einem neuen Newsletterabonnenten die Möglichkeit zu geben, den Newsletterservice noch an Freunde zu empfehlen. Einfach Name und E-Mail der Freunde ins Formular eintragen und es erfolgt sofort eine Benachrichtigung per E-Mail (“Hey XY! Ich habe einen coolen Newsletter gefunden, der auch etwas für dich sein könnte: (…)“).

Dies war gestern… ;-)

Wer vertraut Thrillist.com die Zugangsdaten zu seinem Postfach an? :-)

Wer vertraut Thrillist.com die Zugangsdaten zu seinem Postfach an? :-)

… Im angelsächsischen Raum ist mir nun schon mehrfach die Möglichkeit untergekommen, nach dem Newsletterabonnement mein Webmailer-Adressbuch durchforsten zu lassen (vgl. Abb.). Ich darf also dem Anbieter des Newsletters meine Zugangsdaten zu Googlemail, Hotmail, Yahoo! etc. anvertrauen, sodass dieser sich automatisiert einloggt, die dortigen Adressbücher durchwühlt und die Kontakte über das Newsletter-Angebot – wahrscheinlich ähnlich der oben aufgeführten Variante – informiert.

Genial nicht wahr? Wäre hierzulande wahrscheinlich “noch erfolgreicher” als die “Freunde empfehlen”-Funktion aus vergangenen Tagen… Insbesondere wo gerade einmal 8% der Consumer den Unternehmen bei der Speicherung ihrer Daten vertrauen. Naja… immerhin relativiert sich das Ganze durch den augenzwinkernden Ton auf der Thrillist.com-Website (“… up to 50 … Now, damnit!“). ;-)

3. Anmelde-Formular sukzessive per Layer einblenden

Für mich persönlich sind Ajax-Webseiten, bei denen nicht mehr bei jedem Klick ganze Seiten sondern nur noch Teile nachgeladen werden ein Seegen. So geht vieles schneller und es bleibt einfach übersichtlicher. Eine Variante mit Ajax-ähnlichen Vorteilen sind CSS-Ebenen, die bei Bedarf über ein Ereignis (z.B. Mausklick) auf der Webseite ein- oder ausgeblendet werden.

Beides kann man sich auch für die Gestaltung des Formulars für die Newsletter-Anmeldung zunutze machen, wie der Reiseanbieter Expedia.de auf der Webseite sehr schön mit einem prominenten Hinweis auf den Newsletter-Service zeigt:

1. Formularfeld für die E-Mail-Adresse

1. Formularfeld für die E-Mail-Adresse

2. Beim Klick in das E-Mail-Feld klappen weitere Felder auf

2. Beim Klick in das E-Mail-Feld klappen weitere Felder auf

3. Datenschutzbestimmungen werden als Layer eingeblendet

3. Datenschutzbestimmungen werden als Layer eingeblendet

4. Bestätigung nach dem Klick auf Ok

4. Bestätigung nach dem Klick auf Ok

EEC 2009: Mit 13% Mitteleinsatz mehr als 100% Erfolg

Matt Blumberg, CEO von Return Path berichtet im Blog über eine interessante Fallstudie, die auf der gestern endenden EEC 2009 präsentiert wurde. Im Fall bereinigte ein Listeigner seinen E-Mail-Verteiler rigoros: jeder, der nicht aktiv erneut sein Opt-In für den E-Mail-Empfang gab, wurde ausgetragen. In der Folge sank die Listgröße ca. 34.000 auf ca. 4.500 (!) Kontakte.

(Ich kann mir Ihr schmerzverzerrtes Gesicht als Listeigner vorstellen, aber… ;-) ..)

Bei der nächsten Aussendung erhielt der Versender folgendes Ergebnis:

  • Die Öffnungsrate stieg von 25% auf 53%,
  • die Click-Through-Rate von 7% auf 22%
  • die Anzahl der Spam-Complaints reduzierte sich auf 0
  • und die Anzahl der Klicks absolut betrug 509 vor der Bereinigung und 510 danach (!!).

D. h. mit rund 13% des ursprünglichen Mitteleinsatzes wurden mehr als 100% des ursprünglichen Ergebnisses erreicht. Ein Effizienzgewinn, der seines Gleichen sucht und der die Wichtigkeit der Einwilligung plus Relevanz sowie gleichzeitig die Unwichtigkeit von “Masse” als Selbstzweck unterstreicht.

Klar: es werden bei einer solchen statischer Betrachtung einige Dinge ausgeblendet. Was ist z. B. mit der Attraktivität des Newsletter-Themas vorher und nachher, oder mit der Entwicklung der Performance der Liste im Zeitablauf… Diese relativierenden Dinge außen vor ist dies dennoch ein Beispiel, das – wenn auch nicht unbedingt in dieser extremen Form, aber zumindest gedanklich – Schule machen sollte. Die Zeiten von Massenaussendungen sind lange vorbei; wer erwünschte Inhalte an spezifische Zielgruppen-Segmente versenden kann, der punktet.