Monthly Archives: February 2009

Simms Jenkins über die E-Mail-Marketing-Trends 2009

Simms Jenkins, Buchautor und CEO von BrightWave hat vor zwei Tagen einen lesenswerten Artikel über die kommenden Trends im E-Mail-Marketing in der iMedia Connection veröffentlicht.

Die Hypothesen:

  1. E-Mail ist zunehmend eine “Ehe” zwischen Werbung und Datensammlung sowie -auswertung, wobei es insbesondere Erfolg zu definieren und ex-post-Analysen durchzuführen gilt.
  2. Für eine gezielte Nachrichtenübermittelung muss E-Mail um die komplementären Kanäle Mobile und soziale Netzwerke ergänzt werden.
  3. Die Konsumenten substituieren ihre klassischen E-Mail-Posteingänge durch neue Formen, wie z. B. den Facebook-Account.
  4. 2009 wird das Jahr der invidivuellen Einstellungen wie Format, Frequenz, Plattform, …
  5. E-Mail ist eine zunehmend spezialisierte Marketing-Form, die als solche behandelt werden muss.

Zum Artikel:
http://www.imediaconnection.com/content/21914.asp

Befragungen: E-Mail mit gutem ROI und höchster Verbreitung im Mix

MarketingSherpa.com)

ROI, Nutzung und Budgetierung verschiedener Online-Marketing Instrumente (Quelle: MarketingSherpa.com)

MarketingSherpa und ad:tech präsentieren die Ergebnisse ihrer Jahresend-Umfrage 2008 unter mehr als 1.200 Marketern aus ihrer Leserschaft bzgl. der Budget-Pläne für 2009. Im Ergebnis bewerten mehr als 40% der Befragten eigene E-Mail-Verteiler mit einem sehr guten ROI. Ferner beansprucht dieses Instrument im Vergleich z. B. zu Bannern und SEM sehr viel weniger Budget – ein Grund dafür, dass das hausinterne Listen von mehr als 90% der Befragten genutzt werden und damit am populärsten unter allen Instrumenten sind. Im Unterschied dazu rangiert die Werbeplatzierung in hausexternen Listen auf den hinteren Rängen: dies wird zwar von mehr als der Hälfte der Befragten genutzt, aber nur etwa jeder 12. berichtet über ein gutes Verhältnis von Ertrag zu Mitteleinsatz.

Absolit)

Online-Instrumente: Zufriedenheit und Verbreitung (Quelle: Absolit)

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die kürzlich durchgeführte Befragung “Online-Marketing-Trends 2009” von 473 Online-affiner Unternehmen durch Absolit und Rogator, die seit 2006 jährlich vorgenommen wird. Im Ergebnis gehört E-Mail-Marketing mit der zweitmeisten Verbreitung von rund 90% und gleichsam zweitbester Zufriedenheit von rund 65% der Befragten klar zum Pflichtprogramm für 2009.

Details zur Umfrage von MarketingSherpa und ad:tech unter:
http://www.marketingsherpa.com/article.php?ident=31037
(Öffentlich zugänglich bis zum 11.2.09)

Die Ergebnis-Übersicht der Absolit-Befragung:
http://www.absolit.de/PDF/Online-Marketing-Trends-2009.pdf
(pdf, 12 Seiten)

Im Dialog mit der Nigeria Connection

E-Mails von der Nigeria Connection (“Nigerian Fraud”, “491er”) sind ja immer wieder spannend… nicht. HerrschendeMeinung.de macht sich gerade mal die Mühe zu schauen, wie die Schnitzeljagd nach der Million nach einer Antwort auf eine solche Scam-Mail beginnt…

Zum kurzen Artikel:
http://www.herrschendemeinung.de/(…)Der-zweite-Schritt.html

Yeah! Auf nach Holland! 😎

Kabinett beschließt Entwurf für sichere De-Mails ab 2010

Nach den Plänen im Herbst 2008 macht das Bundesinnenministerium nun Nägel mit Köpfen: das Kabinett beschloss den Gesetzentwurf (pdf, 48 Seiten, 250kb) zur Regelung von Bürgerportalen. Bürgerportale

(…) bilden eine elektronische Kommunikationsplattform im Internet, deren Dienste (…) das Internet als Mittel für rechtsverbindliches und vertrauliches Handeln ausbauen. Bürgerportale (…) ermöglichen eine sichere Anmeldung, die Nutzung eines Postfach- und Versanddienstes für sichere elektronische Post (…). Ein Bürgerportal wird von einem nach diesem Gesetz akkreditierten Diensteanbieter betrieben.1

cio.bund.de)

Was ist De-Mail? (Quelle: cio.bund.de)

Die Infrastruktur – “De-Mail” getauft – soll in Deutschland ab 2010 also den rechtssicheren E-Mail-Versand ermöglichen. Jeder soll über akkreditierte Dienstanbieter nach persönlicher Identifizierung (z. B. durch Vorlage des Persos) ein @de-mail.de-Postfach eröffnen können. Der De-Mail-Versand erfolgt verschlüsselt. Auf Wunsch kann der Absender sich eine beweiskräftige Bestätigung der E-Mail-Zustellung beim Empfänger zusenden lassen. Für den Versand und ggf. für die Eingangsbestätigung muss der Absender ein Porto bezahlen.2 Die Preise wird voraussichtlicher der Wettbewerb zwischen den Dienstleistern bestimmen.3

Weitere geplante Dienste im Zusammenhang mit den Bürgerportalen sind der Dokumentensafe De-Safe sowie der Ident-Nachweis-Service De-Ident.

Die Bürgerportale sind Teil des eGovernment 2.0-Programms der Regierung.

Tja… wird Herr Dr. Schäuble bei De-Mail & Co seine digitalen Öhrchen spitzen?

Fußnoten

1 Vgl. Entwurf eines Gesetzes zur Regelung von Bürgerportalen und zur Änderung weiterer Vorschriften, 02/09, S. 1.
2 Vgl. Heise-Meldung.
3 Vgl. FAQ zur De-Mail vom Beauftragten der Bundesregierung zur Informationstechnik.

Outlook verhunzt Geburtstags-Kuchen

Wikipedia)

Wegmans (Quelle: Wikipedia)

Bei Wegmans, einem Lebensmittel-Händler in den USA kann der Kunde per E-Mail zur Internet-Bestellung eine Nachricht mitsenden, die seine leckere Backware zieren soll. Soweit, so gut. Aber was passiert mit Mitteilungen, die a.) vom Kunden mit Outlook versendet werden, b.) verwirrenderweise zweisprachig aufgesetzt sind und c.) von einem gestressten Wegmans-Mitarbeiter per Copy/Paste “bearbeitet” werden?

Das hier:

labnol.org)

Outlook-Kuchen (Quelle: labnol.org)

Da ist die Freude doch sicher groß – jedenfalls in der Blogosphere. 😉

(Via Basic Thinking nach labnol.org)

Panda Security: 9/10 E-Mails in 2008 waren Spam

Kürzlich veröffentlichte der Sicherheitsspezialist Panda Security den Spam-Bericht für das vergangene Jahr 2008. Die Analyse von rund 430 Mio. E-Mails, die im Zeitablauf bei Unternehmen aufschlugen brachte unter anderem folgende Ergebnisse zutage:

  • Nur 8,4% der E-Mails waren legitim
  • 89,88% der E-Mails waren Spam
  • 1,11% der E-Mails enthielten bösartigen Code

Die Details sind hier nachzulesen:
http://www.pandasecurity.com/(…)/viewnews?noticia=953(…)

OLG Schleswig: Streitwert bei Spam muss auch Breitenwirkung und Häufigkeit berücksichtigen

Interessantes von Internet-Und-Recht.de: Die Bemessung des Streitwertes bei Spam-Mails wird ja generell in der Rechtsprechung unterschiedlich gehandhabt. Die Festsetzungen

“… reichen von 350,– EUR … bis zu 15.000,– EUR …”.1

Das OLG Schleswig stellte am 5.1.09 fest, dass bei der Streitwertbemessung für Spam-E-Mails

(…) nicht nur die Belästigung (…) durch das notwendige Durchlesen, Sortieren und gegebenenfalls Löschen der E-Mails, sondern auch die Breitenwirkung und die Häufigkeit von Spam-Mails zu berücksichtigen [sind], die in ihrer Gesamtheit das Ausmaß der Belästigung erst bestimmen.

Der Kläger hatte sich im vorliegenden Fall zudem noch eine automatische SMS-Benachrichtigung bei eingehenden E-Mails eingerichtet und somit bei der Spam-Mail zusätzlich eine SMS erhalten. Ein solche

(…) SMS-Benachrichtigung über eingehende E-Mails verstärkt die Belästigung des Empfängers durch eingehende Spam-E-Mails.

Für die Spam-Mail und die SMS wurde ein Streitwert von 4.500,– EUR festgelegt.

PS: In Irland ging die Regierung kürzlich einen Schritt weiter. So wurde Ende letzten Jahres ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Spammern  schon etwas empfindlichere Geldstrafen von bis zu 250.000,– EUR oder 10% des Spam-Umsatzes auferlegen kann.

(Via medien-internet-und-recht.de)

Fußnote

1 Vgl. MIR 2009, Dok. 022 [pdf], S. 2.

AG Münster ermahnt Datendieb (lol)

Pünktlich an dem Tag, an dem sich der international (in den USA, Kanada und 27 europäischen Ländern) begangene Tag des Datenschutzes – größtenteils unbeachtet von der Öffentlichkeit – zum ersten Mal jährte, statuierte das Amtsgericht Münster ein Exempel. Auf der Website des DDV heißt es in einem Kommentar vom 28.1.09:

Für den Verkauf von sechs Millionen Adressdatensätzen hat das Amtsgericht Münster dem Datendieb (…) eine Geldstrafe von 900 Euro auferlegt. (…) Der Fall (…) bezieht sich brisanterweise auf die sechs Millionen Daten, die in einer Aktion des Bundesverbands Verbraucherzentrale (vzbv) gekauft worden waren, um öffentlich zu machen, wie leicht geklaute Daten zu erwerben sind.

Ich würde sagen: da hebt der ROTFLcopter mal so richtig ab! Der Diebstahl und Handel mit 6 Mio. Daten, der von der Legislativen für eine umfangreiche Gesetzesnovellierung instrumentalisiert wurde wird nun von der Judikativen mit 900 Euro Strafe geahndet getreu dem Motto: “Tu das nie wieder, sonst bewerf ich dich mit Wattebäusch’chen!” 😀

Da dürfte sicherlich der ein oder andere Datenhändler mal mit den Fingern schnalzen und den Taschenrechner zücken…

Am 14.2. ist Valentinstag – Zeit für die Planung der Werbemaßnahmen

Am 14.2.09 ist Valentinstag. Für manchen der Tag der Liebenden, für andere einfach nur eines von vielen Kauf-Ritualen der christilichen Welt. In jedem Fall aber ein Ereignis, das ganz profan in Umsätze gewandelt werden kann. ;-) Für etwaige Werbeschaltungen in Ihrem E-Mail-Verteiler sollte nun der Versand geplant werden; ergo: wann sollte was verschickt werden…

Wann?

Suche nach "Valentinstag" in 02/08

Google Trends: Suche nach "Valentinstag" in 02/08

Für die Planung des optimalen Versandzeitpunktes lohnt zum einen ein Blick auf Google Trends. Der Service kann abbilden, wann genau Steigerungen im Suchaufkommen z. B. nach dem Begriff “Valentinstag” stattfinden. Somit kann der Versandzeitpunkt mit dem steigenden Interesse der User zeitlich abgestimmt werden. Der 14.2. fällt dieses Jahr auf einen Samstag; für Bestellungen bzw. die Lieferung sollten noch einige Werktage eingeplant werden; vom 9. auf den 10.2. steigt das Suchaufkommen nach “Valentinstag” nachhaltig an (vgl. Abb.), was ein gesteigertes Interesse der User andeutet. Der 9.2. ist ein Montag – der Werktag, der laut verschiedener Studien (vgl. z. B. die vorangegangenen Beiträge hier oder hier) das beste Versandergebnis innerhalb der Woche liefert. Da Käufe allgemein eher in Ruhe abgewägt und ggf. getätigt werden, sollte auf die Feierabendzeit abgezielt werden. Montag, den 9.2. um 18:00 Uhr scheint somit im Hinblick auf eine gute Öffnungsrate und Relevanz für die E-Mail-Empfänger eine vernünftige Wahl zu sein.

Was?

Tja, wenn ich das wüsste… 😉 Um den Überblick bzw. die Auswahl zu erleichtern, hat Claudia Windfelder im Affiliate-Kalender einige Beispiele für relevante Partnerprogramme recherchiert. Durch 100partnerprogramme.de werden detaillierte Informationen zu den Vergütungsstrukturen geliefert. Ergänzend können ausgewählte Partnerprogramme auch anhand der nützlichen Plattform AffilixX.com von Markus Kellermann alias Affiliateboy verglichen werden.

Hinweis am Rande: In der Regel dauert die Prüfung einer Werbepartnerschaft durch einen Affiliate-Programmbetreiber einige Stunden bis Tage, sodass die Bewerbung hierfür rechtzeitig erfolgen sollte.

Ich wünsche schon mal gute Umsätze (und natürlich ein paar gesunde Küsschen von dem oder der Liebsten!). 🙂