Monthly Archives: June 2009

Lyris: E-Mail-Design No-No’s Guide [pdf]

Die amerikanischen E-Mail-Marketing-Spezialisten von Lyris veröffentlichten die “Email Design No-No’s Guide for Non-Designers“. Die Broschüre enthält wertvolle und teils innovative Tipps & Tricks für das E-Mail-Design, die sowohl Marketer als auch Designer verinnerlichen sollten.

Zum kostenlosen Download:
http://www.lyris.com/lunar/937-lhq-nono.aspx
(pdf, 9 Seiten, 1mb, Registrierung erforderlich)

Aus dem Inhalt:

  1. Gewahr darüber sein, dass Grafiken bei vielen Empfängern nicht angezeigt werden
    (vgl. den vorangegangenen Artikel zum Status quo beim Thema Bildunterdrückung)
  2. Gute
    alt

    -Texte sind eine Kunst und sollten wohl bedacht werden
    (vgl. den gleichen Artikel zur Unterstützung & Besonderheiten von alt-Texten bei unterschiedlichen Webmailern/ E-Mail-Clients)

  3. Sicherstellen, dass der Einsatz von Grafiken nicht die Response schmälert; z. B. sollte keine Handlungsaufforderung “Hier klicken” als Bild eingebunden werden, da dieses evt. nicht angezeigt und entsprechend nicht geklickt wird
  4. Den besonders wichtigen Bereich oben(-links) in der E-Mail zur Kommunikation der E-Mail-Botschaft bzw. des Inhaltes nutzen
  5. Betreff, Absender-Name und –Adresse sinnvoll nutzen
    (Weitere Tipps zur Betreffzeile)
  6. E-Mail-Snippet-Text nebst Betreff im Thunderbird-Balloon-Tip

    E-Mail-Snippet-Text nebst Betreff in Thunderbird

    Pre-Header und Vorschau (Snippet)-Text gezielt einsetzen
    (Vgl. auch den Artikel zum Vorschau-Text in Googlemail von Mark Brownlow)

  7. Ansicht über mobile Endgeräte berücksichtigen
  8. Inline CSS nutzen
  9. E-Mails in den verschiedenen E-Mail-Clients und Webmailern auf die teils feinen Rendering-Unterschiede testen

Symantec: Spam-Versandzeitpunkte unterschiedlich nach Region

Der Sicherheitsspezialist MessageLabs / Symantec veröffentlichte den “MessageLabs Intelligence: May 2009“-Report, in dem aktuelle Tendenzen beim weltweiten Spam-Aufkommen untersucht wurden.

Download:
http://www.messagelabs.com/mlireport/MLIReport_2009_05_May_FINAL.pdf
(pdf, 13 Seiten, 2mb)

Mai 09: Spam-Anteil am Mailvolumen nach Land (Quelle: eMarketer / MessageLabs)

Mai 09: Spam-Anteil am Mailvolumen nach Land (Quelle: eMarketer / MessageLabs)

Ein Auszug der Ergebnisse:

  • 90,4% der E-Mails im Mai weltweit waren Spam (+5,1% zum Vormonat)
  • In Deutschland betrug der Anteil “moderate” 84,8%, während Hong Kong und China mit 92,3% bzw. 91,1% unrühmlicherweise vorne liegen (vgl. Abb.)
  • Der geographische Ort bestimmt teilweise, zu welcher Tageszeit Spam am häufigsten aufschlägt => ggf. bei der Planung des E-Mail-Versandzeitpunktes zu berücksichtigen:
    • USA: Peak ca. 9:00 – 10:00 Uhr morgens
    • Europa: Konstant über den Tag verteilt
    • UK: Anstieg von 4:00 bis um 14-16:00 Uhr
    • APAC: Nachts bis frühe Morgenstunden
  • Spam-Novum 1: Buchstaben-Schnipsel-Spam (à la “Lösegeldforderung”)
  • Spam-Novum 2: Irreführung durch Sonderzeichen (“Quadratwurzel”) im Betreff

China sperrt Hotmail zum Tiananmen Jahrestag

800px-Flag_of_the_People%27s_Republic_of_China.svg[1]Seit ein paar Tagen bin ich dabei, mich für einen Kontakt – und aus eigenem Interesse 😉 – um einen regelmäßigen Newsletter-Versand in den asiatischen Raum ein kundig zu machen. Hierbei gibt es scheinbar noch ein paar Marktspielregeln, an die hierzulande so spontan niemand denken würde: So sperrte China zum kommenden Jahrestag der Niederschlagung der Studentenproteste am 4.6. nun zahlreiche Internetdienste, unter anderem den Webmailer Hotmail/Windows Live von Microsoft. Stark! 😉 Wenn die E-Mail-Empfänger dort auf den Dienst nicht zugreifen können, können sie logischerweise auch keine E-Mail öffnen oder darin klicken, sodass die beiden Raten sinken. Da hilft nur eins: Griff zum Telefon, E-Mail-Empfänger anrufen, Hörer an die PC-Speaker und Newsletter vorlesen lassen. 😉

Nebenbei: Welche Dienste aktuell (noch) blockiert werden, kann über herdict.org abgefragt werden:
https://www.herdict.org/web/explore/country/CN

PS: Übrigens auch “der Westen” blockt zum Teil derzeit munter 😉 – allerdings eher aufgrund technischer Unstimmigkeiten. Bei Yahoo! gibt es mitunter Zustellungsprobleme, wie auf der Postmaster-List zu lesen ist, da fälschlicherweise Versender-IPs als auf der Spamhaus-Blackliste geführt abgewiesen bzw. die E-Mails entsprechend gebounct wurden. Ob eine Mailer-IP tatsächlich auf dieser Blacklist geführt wird, kann hier abgefragt werden:
http://www.spamhaus.org/lookup.lasso

Google Waves: Das ist die perfekte Welle

Die Gebrüder Rasmussen, die bereits Google Maps für den Suchmaschinen-Primus entwickelten, sind zurück und stellten auf der Google I/O-Entwicklerkonferenz in Kalifornien die Frage:

what might email look like, if it was invented today…?

Auch die Antwort gaben sie selbst: zum Beispiel wie Google Waves – der Produkttitel für “gehostete Konversationen“. Und diese Wellen haben es in sich: Kommunikation in Echtzeit mit mehreren Teilnehmern, die einfach per Drag and Drop hinzugezogen werden können, integrierte Dokumente und Medien (Präsentationen, Dokumente, Bilder, Videos, …) als inhaltlicher Bestandteil der Welle (statt als bloßer Anhang), kollaboratives Arbeiten mit mehreren Personen gleichzeitig an einer Wave, … und alles im Browser des Vertrauens möglich. Plus: Die Software an sich wird als Open-Source veröffentlicht werden.

Die Präsentation von der I/O-Konferenz:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=v_UyVmITiYQ]

Nach sozialen Netzwerken ist mit den Google Waves also endlich wieder ein neuer, sich anbahnender Megatrend da, der in den Augen so mancher Auguren die gute alte E-Mail bedroht…? 😉 Na ja warten wir es ab. Google Wave scheint auf jeden Fall ein Dienst zu sein, der auf den ersten Blick eine ganze Menge nützlicher Möglichkeiten im Rahmen der täglichen Arbeit – was die firmeninterne und auch die Kommunikation mit Kunden & Interessemtem anbelangt, die hiermit wieder ein Stück näher werden könnte – aufzeigt. Klingt spannend!

Google Wave Developer Preview at Google I/O 2009

Übersicht: Bildunterdrückung und alt-Texte in E-Mails

Aus Datenschutzgründen sind die Hersteller der meisten E-Mail-Clients und Webmailer immer weiter dazu übergegangen, Bilder in E-Mails standardmäßig zu unterdrücken. So kann etwa verhindert werden, dass Spammer mit einem Trackingpixel die Existenz von E-Mail-Adressen validieren. E-Mail-Marketern wird vor diesem Hintergrund geraten, soweit wie möglich Text statt Grafiken zu nutzen und bei Grafiken den so genannten alt (Alternativ)-Texte zu setzen (wie? Siehe z. B. SelfHTML-Guide), der bei einer nicht angezeigtem Bild anstelle diesem angezeigt werden “sollte”. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Botschaft des E-Mailings auf Anhieb sichtbar und somit für den E-Mail-Empfänger – in den wenigen (Studien zufolge ca. 3) Sekunden, die dem Marketer für die Erzielung von Aufmerksamkeit und Interesse zur Verfügung stehen – erkennbar ist.

Wie sieht der aktuelle Stand der Dinge bzgl. Bildunterdrückung und Anzeige von alt-Texten beim Standardsetup (= Konto einrichten) verschiedener Webmailer (und E-Mail-Clients) jeweils aus? Anbei ein kleiner Überblick… Continue reading