Eyetracking: Erkenntnisse aus Blickverlaufs-Analysen für das E-Mail-Design

Wer die Response maximieren will, sollte seine E-Mails lesefreundlich gestalten. Lesefreundlich sind E-Mails unter anderem dann, wenn die räumliche Betrachtungsabfolge der Informationen durch den Leser leicht nachvollziehbar ist. Hierzu ist es hilfreich zu wissen, welche Wege die Augen der Leser beim Scannen des Newsletters auf dem Monitor typischerweise gehen, und wie verschiedene Ausprägungen und Platzierungen von E-Mail-Elementen auf Lesefluß und Aufmerksamkeit wirken können.

Genießt ein kurzer Absatz mit einem Umbruch nach 45 Zeichen und fett formatierten Schlagworten mehr Aufmerksamkeit, als ein Absatz ohne Zeilenumbruch? Ist es im Hinblick auf die Response zielführender, ein Profilbild oder eine Frontaufnahme eines sympatischen Gesichtes zu platzieren? Und: sollte dies links oder rechts neben dem Text platziert werden, um nicht möglicherweise von der E-Mail-Botschaft abzulenken anstatt diese zu unterstützen…?

Anhaltspunkte für die Beantwortung solcher Fragestellungen liefern die Ergebnisse einiger (mitunter alten aber wohl nach wie vor gültigen) Eye-Tracking-Studien

Wie funktioniert Eyetracking?

Mittels spezieller technischen Apparaturen lassen sich in Laborexperimenten Blickverläufe und Verweildauern (“Fixationen“) z. B. von E-Mail-Lesern bei der Betrachtung eines Newsletters festhalten (“Eye Tracking”). Die Darstellung der Fixationen erfolgt durch Kreise, deren Größe die Verweildauer auf dem speziellen Punkt wiederspiegeln. Der Blickverlauf wird durch Verbindungslinien zwischen bzw. Numerierung der Kreise markiert. Die aufgezeichneten Informationen über die Verweildauern aller Probanden werden nach dem Experiment in so genannten Heatmaps verdichtet – “heiße” Bereiche mit hoher Verweildauer werden rot, “kalte” Bereiche mit geringer Verweildauer in der Regel grün oder blau dargestellt.

Ein Beispiel, bei dem der Blickverlauf eines Probanden beim Betrachten des Newsletters von reclameweek.nl in Outlook aufgezeichnet wird:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bMJBgwaYBy4]

Einige Studien-Ergebnisse und deren Implikationen

Vorsicht: Bilder können ablenken

Vorsicht: Gesichter können vom Ziel anlenken (Quelle: TheEmailWars.com nach ThinkEyetracking.com)

Vorsicht: Gesichter können vom Ziel anlenken (Quelle: TheEmailWars.com nach ThinkEyetracking.com)

Dylan Boyd berichtet im Blog The Email Wars über eine interessante Eyetracking-Studie von ThinkEyetracking.com. Hierbei wurde die Wirkung der Platzierung eines Baby-Gesichtes auf den Erfolg eines Mailings untersucht. Aus der Heatmap (vgl. rechtsstehende Abbildung) wird deutlich, dass bei der Variante mit Gesicht selbiges nahezu die komplette Aufmerksamkeit beanspruchte und somit von der Botschaft im Copywriting völlig ablenkte. In der “after”-Variante mit Profilansicht und Blick in Richtung Textbotschaft dagegen verteilte sich die Aufmerksamkeit auch auf die restlichen Elemente des Mailings, die die Botschaft enthielten. In die gleiche Richtung zielt der hier durchgeführte Performance-Vergleich zweier Landingpages.

Gesichter ziehen Aufmerksamkeit an (Quelle: eyetools.com)

Gesichter ziehen Aufmerksamkeit an (Quelle: eyetools.com)

Die Starke Aufmerksamkeitswirkung von Gesichtern wird auch deutlich in der Heatmap von Eyetools.net, in der eine E-Mail von Ogilvy untersucht wurde (vgl. nebenstehende Abbildung).

Ergo: die Auswahl eines Bildes – gerade bei Gesichtern von Menschen und hier insbesondere Kindern/Babys – sollte wohl überlegt werden, da diese sehr viel Aufmerksamkeit beanspruchen und so von der Botschaft des Mailings zu stark ablenken können.

Unterschiedlicher Fokus bei Männern und Frauen (Quelle: ojr.org)

Unterschiedlicher Fokus bei Männern und Frauen (Quelle: ojr.org)

Ebenfalls wissenswert: Männer und Frauen betrachten Bilder zum Teil scheinbar unterschiedlich. Frauen fokussieren Gesicher, während “weitere Partien” betrachten…

F-Form des Leseflusses

Typische F-Form des Blickverlaufs (Quelle: useit.com)

Typische F-Form des Blickverlaufs (Quelle: useit.com)

Im April 2006 veröffentlichte der Usability-Experte Jacob Nielsen – nach einigen vorangegangenen ähnlichen Studien – die Ergebnisse einer Eyetracking-Studie, nach der er für den Blickverlauf einer Website typischerweise eine (grobe) F-Form kostatierte. Das Auge verfolgt dabei zunächst den oberen Bereich durch eine horizontale Bewegung, geht sodann zurück zum linken Bildschirmrand; nach einer kurzen vertikalen folgt wiederum eine horizontale Bewegung, die etwas kürzer ist, als die im Header-Bereich. Schließlich wird der Rest der Website/E-Mail am linken Bildschirmrand vertikal gescannt. Dies bedeutet für das E-Mail-Design, dass die Kernbotschaft idealerweise aus den ersten beiden Abschnitten deutlich werden und wichtige Informationen nicht rechts positioniert werden sollten.

Bildergröße, Werbeeinbindungen, Überschriften …

Überschriften: die ersten beiden Worte entscheiden (Quelle: useit.com)

Überschriften: die ersten beiden Worte entscheiden (Quelle: useit.com)

Viele interessante Implikationen liefert auch die Studie Eytrack III, deren Ergebnisse unter “The best of Eyetrack III” zusammengefasst wurden. So wurde beispielsweise empirisch fundiert, dass große Bilder deutlich mehr Aufmerksamkeit absorbieren, als kleinere. Gleiches gilt auch hier für Bilder mit klaren Gesichtern. Zur Wirkung von Werbung wurde festgestellt, dass Größe durchaus zählt – große Banner haben eine deutlich höhere Chance, beachtet zu werden als kleinere. Text-Anzeigen zeigten eine bessere Performance als Banner. Auch interessant: Eine Überschrift erhält in der Regel weniger als 1 Sekunde Aufmerksamkeit – den ersten 2 bis 3 Worten kommt somit bei längeren Headlines eine entscheidende Bedeutung zu für das Erzeugen von Aufmerksamkeit. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer Studie zum Blickverlauf in Newslettern von Jacob Nielsen (vgl. nebenstehende Abbildung).

Lesenswert in diesem Zusammenhang sind auch die Zusammenfassungen der Implikationen von verschiedenen Eyetracking-Studien auf VirtualWebhosting.com bzw. in Seth Godin’s Blog. Und auch eine Bildersuche z. B. via Google fördert einige interessante Heatmaps zutage. Und wer schließlich eine kleine “Investition” in gedrucktes Know-how trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten nicht scheut ;-), mag einen Blick in die 8 aktuellen Heatmaps der Email Benchmark Studie 2009 von MarketingSherpa werfen…

Und auch wenn Skip Fidura richtiger Weise beim Umgang mit Eyetracking-Ergebnissen vor einer voreiligen Verallgemeinerung warnt – die Ergebnisse sind dennoch stets interessant und bei Unsicherheiten im Rahmen der Gestaltung kann hilfsweise immer mal auf die Key-Findings unter den genannten Links zurückgegriffen werden.

Per E-Mail in die Filiale “locken”…

Lisa Harmon and Alex Madison von der amerikanischen E-Mail-Marketing-Agentur Smith-Harmon geben im Blog des Email Experience Councils (EEC) einige Tipps, wie Sie geschickt den E-Mail-Kanal mit Ihren stationären Filialen verbinden können. Die Tipps wurden zudem mit fast 20 schönen Fallbeispielen aus dem E-Mail-Posteingang veranschaulicht. Lesenswert!

Ein Auszug der Empfehlungen:

  • Promoten Sie spezielle Angebote, die es nur offline in der Filiale gibt
  • Nutzen Sie Strichcode-Coupons, die ausgedruckt in der Filiale eingelöst werden können.
    (Zur Implementierung von EAN-Barcodes in Ihre E-Mails vergleichen Sie z. B. den vorangegangenen Artikel;
    Dinge, die es beim E-Mail-Couponing zu beachten gilt, finden Sie im diesem Artikel im Return On Subscriber-Blog)
  • Bewerben Sie exklusive Filial-Events
  • Erinnern Sie an den Wert des Shopping-Erlebnisses in Ihrer Filiale
  • Weisen Sie in der E-Mail – sofern Profiltiefe und Technik dies zulassen – auf den für den E-Mail-Empfänger nächstgelegenen Shop hin
    Nachtrag: Dass sich die E-Mail-Leserschaft hierfür mitunter interessiert, berichtet auch der Shopblogger mit einem Augenzwinkern. 😉

Rund 97% aller Mails sind Spam – ein Klimakiller

Wie Microsoft im “Security Intelligence Report 6” für das letzte Halbjahr Juli-Dezember 2008 berichtet, hat sich der weltweite Spam-Anteil von 98,4% im Hbj. I auf 97,3% im Hbj. II verringert.

Einige interessante Erkenntnisse:

  • Auf 1000 nicht infizierte PCs kommen 8,6 mit bösartiger Software infizierte PCs
  • Attachments: das Ausnutzen von Sicherheitslücken durch Microsoft-Office- und PDF-Anhänge wurde bei Spammern beliebter
  • 72,2% des Spam-Aufkommens ist Werbung für Produkte – 48,6% davon für pharmazeutische Produkte (“V!@gR4” % Co.)

Download des Reports:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=aa6e0660-dc24-4930-affd-e33572ccb91f&displaylang=en
(pdf, 184 Seiten, 8.6mb)

(Via Christopher Null: The Working Guy)

Parallel hierzu zieht das auf Klimawandel spezialisierte Beratungsunternehmen ICF International einen interessanten Vergleich, wonach Spam einen Stromverbrauch verursacht, der dem einer Millionenstadt gleicht. In der Welt Online ist zu lesen:

Der Strom für das Übertragen, Sichten, Bearbeiten und Filtern von Spam entspricht der Menge, die 2,4 Millionen Haushalte im Jahr verbrauchen. Die Spam-Bilanz unterscheidet sich je nach Land.

Die Studie wurde vom Sicherheitsspezialisten McAffee in Auftrag gegeben und liegt derzeit exklusiv der Welt Online vor.

Zum Artikel:
Klimastudie: Spam-Mails fressen so viel Strom wie Millionenstadt

Inbox: Woobby Redesign & myPrinting ASCII-Art & Vistaprint Redesign

woobby.com: Newsletter erscheint in neuem Glanz

woobby.com: Newsletter erscheint in neuem Glanz

Datum, Zeit: 07.04.2009, 11:20 Uhr
Betreff: Keine Feier ohne Eier!
Kommentar: Die Jungs & Mädels von der Ranglisten-Community woobby.com haben Ihre Androhung wahrgemacht, und eine Vielzahl der Vorschläge von Dr. eM@ail tatsächlich umgesetzt. 🙂 Ich finde das neue Design deutlich aufgeräumter und zielführender als das alte und hoffe, dass sich dies auch in der Response niederschlägt…

myPrinting: Oster-Werbemittel

myPrinting: Oster-Werbemittel

Datum, Zeit: 07.04.2009, 21:19 Uhr
Betreff: Ihre Osterüberraschung, [ANREDE] [NACHNAME]
Kommentar: Mal wieder etwas aus der Kreativ-Abteilung von adRom: das Werbemittel zur Osterüberraschung von myprinting.de fiel vor allem daher positiv auf, da es eine optimale Lesbarkeit auch ohne Bilder gewährleistet und da die Handlungsaufforderung “Jetzt zur Osterüberraschung” deutlich hervorgehoben und auch im Vorschaufenster an Anhieb sichtbar. Die Bilder umschließen den Text nicht zuletzt dank des leichten Fadings/Verlaufs im Footer sehr schön, wenn sie angezeigt werden.

myprinting: Umfrage-Creative in Plain-Text-Form

myprinting: Umfrage-Creative in Plain-Text-Form

In der Plain-Text-Variante der Multipart-Mail wird passend zum Anlass eine schöne ASCII-Grafik eines Osterhasen dargestellt. 😉 Problem bei ASCII-Grafiken ist allerdings, dass diese nur dann korrekt dargestellt werden, wenn der E-Mail-Client nichtproportionale Schriftarten mit einheitlicher Zeichenbreite nutzt. Solche “SpielerEIen” machen sich übrigens auch in den Umfrage-Creatives (vgl. etwa vorangegangener Beitrag) gut (siehe rechtsstehende Abbildung); aber auch hier sollte darauf hingewiesen werden, dass die Sonderzeichen möglicherweise nicht korrekt dargestellt werden. Perfektionisten sollten dies also vor dem Realversand ausgiebig testen…

Vistaprint

Vistaprint

Datum, Zeit: 01.04.2009, 20:03 Uhr
Betreff: Unfassbar! 500 Visitenkarten für nur 5 Euro – nur bis 04.04.
Kommentar: Auch das Vistaprint-Werbemittel trägt seit neustem die Handschrift von adRom. Schön finde ich hierbei insbesondere die Formatierung der Headline mit der poppigen und unverbrauchten Schriftart Impact:

<font color="#0E5392" face="Impact, Arial Rounded MT Bold, sans-serif" style="font-size:63px; font-weight:normal; letter-spacing:-1px; line-height:65px;">

Wer die Wirkung unterschiedlicher Schriftarten und -formatierungen auf dem Bildschirm einmal testen möchte, dem empfehle ich einen Besuch der Website Typetester.org.

Newsmarketing: hoch personalisierte Werbemittel liefern 19% mehr Response

Nachdem vor gut einem Monat im ersten Teil der optimale Versandzeitpunkt beleuchtet wurde, veröffentlichte die schweizer E-Mail-Marketing-Agentur Newsmarketing nun im zweiten Teil der “E-Mail Studie 2009“ die Ergebnisse zum Untersuchungsgegenstand “Personalisierung in Werbemitteln“.

Download:
http://www.newsmarketing.ch/studie2009.pdf
(pdf, 21 Seiten, 130kb)

Personalisierung durch häufige Verwendung des Vornamens

Personalisierung durch häufige Verwendung des Vornamens

“Personalisierung” bezeichnete im Rahmen der Untersuchung die Verwendung des Empfänger-Namens im Werbemittel. Dabei wurden drei Stufen der Personalisierung unterschieden:

  1. ein Creative ohne Verwendung von Vorname und/oder Name des Empfängers
  2. ein Creative mit persönlicher Anrede (“Lieber [Vorname] [Nachname]”)
  3. ein Creative mit persönlicher Anrede und extensiver (= 10 mal) Verwendung des Vornamens im Copywriting

Ergebnisse:

  • Der personalisierte Werbetext erzeugte die deutlich besten Ergebnisse
  • rund 6% mehr Clicks durch eine persönliche Anrede gegenüber gar keiner Personalisierung
  • rund 19% mehr Clicks durch personalisiertes Copywriting gegenüber gar keiner Personalisierung
Personalisierte Bilder in E-Mails zu Weihnachten

Abb.: Personalisierte Bilder in E-Mails

Auf Basis der Studienergebnisse sollte zur Performancesteigerung im Werbemittel also mehrmals der Name des Empfängers verwendet werden, um diesen gezielt in den Mittelpunkt der werblichen Ansprache zu rücken. Denkbar ist hierbei z.B. die Erwähnung des Namens in Headlines, im Fließtexte, in Hyperlink-Texten bzw. Handlungsaufforderungen und – besonders wirkungsvoll – auch in Grafiken selbst (siehe Abbildung rechts oder auch meine Kurz-Anleitung zur Erstellung einfacher Bildpersonalisierungen).

eROI: Kampagnen-Ergebnisse werden mangels Know-how nicht getrackt – ein Ansatz mittels Google Analytics

Die amerikanische E-Mail-Marketing Agentur eROI veröffentlichte gestern die Ergebnisse zur Befragung “Use of Analytics in Email Marketing Campaigns” und brachte Erstaunliches zu Tage: fast 20% der befragten Marketer wussten demnach nicht, wie ihre E-Mail-Kampagnen performten. Dies betrifft E-Mail-spezifische Kennziffern wie Zustellungs-, Öffnungs-, Klick- und Unsubscribe-Rate genauso wie das Conversion-Tracking nach erfolgter Landung auf den Zielseiten. Befragt wurden rund 500 Marketer im Zeitraum von Ende Februar bis Ende März 2009.

Der Report kann hier heruntergeladen werden:
http://www.eroi.com/eroi-email-marketing-study-trends-use-of-email-analytics/
(pdf, 9 Seiten, 590kb)

Ein Grund für das Auslassen der Erfolgsauswertung, der nicht nur eROI überrascht hat:

A big surprise in this survey was the fact that (…) about one quarter aren’t tracking conversions simply because they do not know how.

Genauer: 42,3% tracken keine einfachen Site Coversions, weil sie nicht genau wissen wie dies bewerkstelligt werden könnte. 14,4% lassen dies aus Zeit- und 4,8% aus Budgetgründen aus. Das Tracking von E-Commerce Conversions sparen 44,4% aufgrund mangelndem Know-how aus; bei 38,9% erfolgt dies aus Budget- und 5,6% aus Zeitgründen nicht.

Kampagnen-Tracking mittels Google Analytics

Ein Post-Click-Tracking ist in einfacher Form z. B. mit dem kostenlosen Dienst Google Analytics realisierbar. Continue reading

Goodmail startet Video-Email-Service

Der amerikanische Technologie-Anbieter Goodmail stellte der Presse gestern den bereits lange angekündigten Service “CertifiedVideo” vor,[1] mit dem nun künftig echte Video-E-Mails zugestellt werden können. Technisch basiert der Service auf Adobes Flash-Technologie für das Streaming eines Video-Clips.[2]

ISP-seitig ist der Service zunächst beschränkt auf AOL. Country Music TV, DailyCandy.com, Fox Digital, iVillage, LiveNation, The New York Times, Target, Thrillist und Turner Networks werden als erste Versender diesen Service nutzen.[3]

Preislich liegt die Zertifizierung der CertifiedVideo-E-Mails derzeit wohl bei 5$ pro tausend E-Mails[2] und ist damit nicht gerade ein Schnapper… 😉

CertifiedVideo kann hier getestet werden:
http://www.goodmailsystems.com/products/certifiedvideo/certifiedvideo-demo.php

Fußnoten

[1] Vgl. Computerwoche: “Goodmail Systems startet Service für Video-E-Mail” vom 2.4.09.

[2] Vgl. EmailMarketingVoodoo-Blog.

[3] Vgl. dmnews.com.

Entschuldigung für die kaputte E-Mail…

E-Mail zerschossen

E-Mail zerschossen

Reisgutschein?

Reisgutschein?

Vor dem Real-Versand können Sie noch so ausgiebig und genau testen (und noch so erfahren sein) – es kann immer mal etwas schief gehen (vgl. auch Oopsie Hall of Fame 2008 im Retail Email Blog); im schlimmsten Fall ist die E-Mail völlig unleserlich. Wie und wann Sie sich ggf. beim Korrektur-Versand entschuldigen, zeigt die amerikanische Agentur Smith Harmon im Whitepaper “Best Practice for Apology Mails“.

Download des Whitepapers:
http://smith-harmon.com/download.php?n=Best%20Practices%20for%20Apology%20Emails%20Reportlet&f=/downloads/reportlets/04012009Best_Practices_for_Apology_Emails

(pdf, 13 Seiten, 1.25mb)

Aus dem Inhalt:

  • Für was sollte ich mich entschuldigen?
  • Probate Möglichkeiten für Entschuldigungen in E-Mails
  • Was macht eine ‘”gute Entschuldigung” aus?
  • Beispiele für Entschuldigungs-Emails

Nachtrag vom 9.7.09:
Auch Jordan Ayan (CEO von SubscriberMail) äußert sich in einer Kolumne zum Thema und gibt Tipps, wann und wie eine Korrektur- oder Entschuldigungs-E-Mail versendet werden sollte:
http://www.mediapost.com/publications/?fa=Articles.showArticle&art_aid=109395

Dynamisch erzeugte Bilder: Echtzeit-Personalisierung mit Datum, Uhrzeit sowie Geodaten

Möchten Sie den bewährten Aufmerksamkeitsverstärker

… ausgewählter Gewinner jetzt online am TT.MM. um HH:MM Uhr!

aus dem LCD-TV-Gewinnspiel-Werbemittel von adRom (siehe vorangegangener Beitrag) auch einmal – vielleicht in abgewandelter Form – in Ihrem Newsletter ausprobieren? Hierzu ist ein kleines Server-Skript nötig, das bei Aufruf dynamisch einen Text erzeugt und als Grafik zurückliefert, die wie gewohnt im Newsletter eingebunden wird.

PHP: Dynamische Bilder mit Datum & Zeit

Anbei ein Quelltext, der das adRom-Beispiel nachbildet. Im Beispiel wird – wie beim Trackingpixel im vorangegangenen Beitrag – die GD Library zur Bilderzeugung verwendet. Im Verzeichnis des Skriptes auf dem Server muss sich der angegebenen Truetype-Zeichensatz arialbd.tft (“Arial bold”) befinden. Dieser findet sich z. B. bei Windows-Systemen in der Regel unter c:systemfonts.

<?php
Header ("Content-type: image/gif");
$font = "arialbd.ttf";
$text = "jetzt online am ".date("d.m.",time())." um ".date("H:i",time())." Uhr!";
$im = imagecreate (420, 20);
$black = ImageColorAllocate ($im, 0, 0, 0);
$white = ImageColorAllocate ($im, 255, 255, 255);
ImageTTFText ($im, 12, 0, 0, 15, $white, $font, $text);
ImageGif ($im);
ImageDestroy ($im);
?>

Dies ergibt folgenden Grafik-Output:

Die Grafik wird im E-Mail-Werbemittel ganz normal referenziert:

<img src="http://.../lcd_zeit.php" alt="jetzt online!"/>

Im Kontext des Creatives schaut dies dann so aus:

Personalisierung 1: Datum und Uhrzeit der E-Mail-Öffnung

Personalisierung 1: Datum und Uhrzeit der E-Mail-Öffnung

testen

(Hinweis: Zum Teil filtern Webmailer Grafiken mit der Endung .php in E-Mails heraus; bei T-Online Beta werden diese z. B. durch ein Dummy void.gif ersetzt. Idealerweise sorgen Sie also dafür, dass auch Dateien mit der Endung .gif auf dem Server geparst werden )

Ergänzung: IP-basierte Ortspersonalisierung

Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Art der dynamischen Bilderzeugung sind vielfältig. Denkbar ist z. B. auch eine IP-basierte Ortspersonalisierung, bei der während der Öffnung der E-Mail aus der IP-Adresse heraus der Ort des Users – sofern möglich – geschätzt wird:

Personalisierung 2: Geo-Positioning bzw. Ortspersonalisierung anhand der IP-Adresse

Personalisierung 2: Geo-Positioning bzw. Ortspersonalisierung anhand der IP-Adresse

testen

Vorteil: Ortspersonalisierungen wie “Singles finden in [ORT]” oder “Strompreise vergleichen für die Region [ORT]” wirken erfahrungsgemäß sehr positiv auf die Response. Durch eine IP-basierte Ortspersonalisierung kann auch derjenige Marketer hiervon profitieren, dem das Attribut “Ort” in seinem E-Mail-Verteiler nicht oder nur teilweise zur Verfügung steht. Nachteile und Probleme: die Ortspersonalisierung steht und fällt mit der Qualität (Aktualität, Genauigkeit, …) der Geodatenbank im Hintergrund. Ferner sind die Geodaten per se nicht für alle IP-Adresse verfügbar (z. B. Proxies). Und: die Einbettung erfolgt in Echtzeit als Grafik und kann daher z. B. auch nicht im Betreff oder für Segmentierungen genutzt werden.

(Btw: Wie gut sind die Schätzungen des IP-Ortes im obigen Beispiel bei euch? Klickt doch mal auf “testen” und berichtet.. merci 🙂 )

Inbox: LCD-TV-Gewinnspiel-Quiz & Honda Jazz-Font

adRom: Samsung LCD-TV-Gewinnspiel

adRom: Samsung LCD-TV-Gewinnspiel

Datum, Zeit: 31.03.2009, 16:15
Betreff: LCD TV Gewinn-Umfrage. Nur für schlaue Leute.
Kommentar: Das Quiz-Werbemittel (vgl. vorangegangener Beitrag) scheint wohl gut zu funktionieren. Zwei nette Personalisierungen: einmal wird auf den Ort des E-Mail-Empfängers abgestellt, zum anderen auf Datum und Zeit der E-Mail-Öffnung (“… jetzt online am … um …”), die als dynamisch in Echtzeit generiertes GIF-Bild eingebunden wurden (der alt-Text “Hybrid Auto gewinnen” passt hier inhaltlich nicht). Na ja… nur das automatische Erheben der Zustimmung zu den Gewinnspiel-AGB/Teilnahmebedingungen per Fußnote ist wohl ein Griff ins Klo suboptimal; aber irgendwie muss sich so ein Messestand auch finanzieren… 🙂 Nettes Creative jedenfalls!

eCircle / Honda: Vernunft ist der neue Punk.

eCircle / Honda: Vernunft ist der neue Punk.

Datum, Zeit: 31.03.2009 15:21
Betreff: Erleben Sie den neuen Honda Jazz
Kommentar: Auffällig im Posteingang kommt hier die große Headline in der unverbrauchten und peppigen Schriftart “Arial Black” daher. Meine Aufmerksamkeit hatte es jedenfalls geweckt. Der Text ist entsprechend des typischen Leser-Blickverlaufs links gehalten. Die alt-Texte der Grafiken rechts sind passend und ebenfalls in “Arial Black”-Schrift hervorgehoben. Am mittelmäßigen Kontrast der weißen Schrift zum hellblauen Hintergrund hapert es vielleicht etwas. Und: die Landingpage hat gar nichts mehr von dem himmelblau-frühlingshaften Flair des Creatives. Schade…