Monthly Archives: April 2009

Loren McDonald: E-Mail Marketing Trends

Was Loren McDonald vom ESP Silverpop zum Thema E-Mail Marketing schreibt, hat stets Hand und Fuß. Ein Blick in seine Präsentation vom 21.4.09 zum Thema Trends und Herausforderungen im E-Mail-Marketing lohnt daher. Neben vielen schönen Beispielen aus dem Posteingang warten die Slides auch mit dem ein oder anderen Schmunzler auf – getreu dem Motto: Humor ist der Schlüssel für die Fakten zum Hirn. 😉

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Auszug aus dem Inhalt:

  • Trends
    • Stetig steigendes E-Mail-Volumen
    • E-Mails und Angebote sind zunehmend austauschbar/undifferenziert (“20% Rabatt!”)
    • Anzahl an Kommunikationskanälen ist rasant gewachsen (Facebook, Twitter, …)
    • Mobile Endgeräte gewinnen Verbreitung
    • Informationsüberflutung
    • ROI von E-Mail dennoch vielversprechend im Mix
  • Erfolgsfaktoren
    • Die richtigen Daten erheben und auch nutzen (Geschlecht, Alter, …) [lol @ S. 36 😀 ]
    • Von Trigger-E-Mails profitieren
    • E-Mails empfehlenswert machen
    • Persönlichkeit entwickeln
    • Einfache & klare Handlungsaufforderungen
    • Botschaften auch ohne Bilder kommunizieren

Ohne Ende E-Mail-Marketing via Twitter

Twitterpopularität gemessen am Suchvolumen (Quelle: Google Insights)

Twitterpopularität gemessen am Suchvolumen (Quelle: Google Insights)

Wann hat man zuletzt Netzweffekte derart stark wirken sehen, wie bei dem Mikroblogging-Dienst Twitter…? In wenigen Monaten explodierte die Nutzerzahl in schwindelerregende Höhen – eine Entwicklung, die natürlich auch nicht an den E-Mail-Marketern vorübergeht. 🙂 Nico Zorn sammelt im EmailMarketingBlog.de gerade die Channels von Twitterern zum Thema E-Mail-Marketing

Stay tuned:
http://www.emailmarketingblog.de/2009/04/21/e-mail-marketer-auf-twitter/

PS: Ich bin natürlich auch dabei, allerdings eher als passiver “Lurker” – Makro-Blogging reicht mir momentan noch aus… 😉

PPS: Wie Sie Twitter praktisch im Rahmen von Empfehlungen Ihrer E-Mails durch Ihre twitternde Leserschaft nutzen können, erfahren Sie im vorangegangenen Artikel.

PPPS: Ein paar Tipps, die Sie ggf. beim Start im Twitter-Netzwerk beachten sollten, finden Sie auf Absolit.de im Beitrag von Torsten Schwarz: http://absolit.de/Twitter.htm

Checklisten: Was gilt es bei der Adressmiete zu beachten?

Email Marketing Tips #1/52

BlueSkyFactory: Email Marketing Tips #1/52

Vor einigen Wochen flatterte mir der erste von 52 wöchentlichen Email Marketing Tips von BlueSkyFactory ins Postfach:

Don’t buy or rent your list.

… heißt es dort. SpamPal hatte die E-Mail, deren Inhalt ein wenig unreflektiert daher kommt vorsichtshalber schon einmal als “Spam” getaggt… 😉

Dem ersten Teil des Satzes (“Don’t buy…”) kann zugestimmt werden, da das Nutzungsrecht eines E-Mail-Adressbestandes generell und ausschließlich bei dem liegt, der die Daten erhoben hat. Und dieses Recht ist nicht übertragbar. Sprich: die Absender-Adresse bei einer E-Mail muss immer diejenige des Listeigner sein. Ein Adresskauf ohne anschließendes Nutzungsrecht macht wenig Sinn und kann daher nicht stattfinden.

Allerdings kann der Inhalt einer E-Mail “gemietet” werden und aus der Werbebotschaft des Mieters bestehen. Im Rahmen der Adressmiete können Marketing Manager aller coleur so relativ einfach den E-Mail-Marketing-Kanal in die Mediaselektion für ihre Kampagnen mit einfließen lassen – auch und gerade ohne über einen eigenen Adressbestand zu verfügen. Hiervon per se abzuraten (“Don’t rent…”), ist sicher überzogen (man muss dazu sagen, dass diese Sichtweise im angelsächsischen Raum sehr verbreitet ist). Allerdings zieren auch hierzulande viele schwarze Schafe den Markt, die Daten mit fragwürdigen Methoden erheben oder deren Versandmethoden und Listpflege die Aussicht auf eine erfolgreiche Kampagne minimieren. Eine gesunde Portion Vorsicht bei der Wahl des Listeigners im Rahmen einer Adressmiete ist auf alle Fälle angebracht. Ansonsten drohen Imageschäden (“Spam”), Abmahnungen etc. …

Marketing-Boerse.de: Anbieter-Übersicht für die Adressmiete (Quelle: Marketing-Boerse.de)

Anbieter für die Adressmiete (Quelle: Marketing-Boerse.de)

Torsten Schwarz von Absolit veröffentlichte heute eine Übersicht über “Anbieter Permission-basierter E-Mail-Adressen”, die eine Liste seriöser und bekannter Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum enthält. Die Liste wurde auf Basis einer WWW-Umfrage (n=369) zusammengestellt. <Werbung AN> Wir sind natürlich auch dabei. 😀 </Werbung AUS>

Zur Fragestellung “Wann ist bei der Adressmiete Vorsicht geboten?” gab es in der Vergangenheit schon einige interessante Beiträge. Ken Magill gab in einer Kolumne im DirectMag einige Tipps; dem gleichen Thema widmeten sich Jeanne Jennings auf ClickZ.com und Nico Zorn im EmailMarketingBlog.de.

Anbei eine kleine Checkliste, bei deren Beachtung einer erfolgreichen E-Mail-Kampagne nichts mehr im Wege stehen sollte… 🙂

Die Firma / Der Anbieter

  • Vorsicht, wenn der E-Mail-Kontakt nicht über eine Firmen-E-Mail-Adresse, sondern z.B. über einen Webmailer-Account wie Googlemail) läuft
  • Vorsicht, wenn die Firma komplett unbekannt ist – keine Messepräsenzen in der Vergangenheit z.B. auf der OMD, keine Fachbeiträge…
  • Vorsicht, wenn die Firma noch nicht lange exisitiert…
  • Vorsicht, wenn die Firma (oder die Websites, über die die Daten generiert werden) im Impressum statt einer phsyischen eine Briefkasten-Adresse z.B. außerhalb von Europa hat…
  • Seien Sie skeptisch, wenn die Website der Firma keine Infos über die Personen, die für den E-Mail-Versand zuständig sind (“Team”-Link auf der Website) bietet, anhand derer Sie sich z.B. über eben diese Personen informieren können.
  • Welche Referenzen weist der Anbieter auf? Prüfen Sie diese ggf., in dem Sie bei den genannten Firmen nachfragen.
  • Ist der Anbieter Mitglied in Branchen-Organisationen, wie dem BVDW oder dem DDV und hat der Anbieter den “Ehrenkodex E-Mail-Marketing” des DDV unterzeichnet?
  • Reputation: Ferner sollte vorher ein Blick in einschlägige Foren, Blogs und Reputation-Services geworfen werden um zu schauen, ob der Anbieter nicht schon “seinen Ruf weg” hat. Nutzen Sie beispielse die Suchfunktion auf:

Die Liste / Der E-Mail-Verteiler

  • Vorsicht, wenn der Anbieter Ihnen keinen Test der Liste einräumt
  • Vorsicht, wenn dem Anbieter egal ist, was Sie bewerben möchten; ein seriöser Marketer achtet darauf, dass auch die beworbenen Angebote relevant für seine Leserschaft sind.
  • Wie verhält sich der angebotenen Preis für die Adressmiete im Vergleich zum üblichen Marktpreis (Angebote vergleichen!)? Ist er weit unterdurchschnittlich, wird dies sicher seinen Grund haben…
  • Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen überdurchschnittlich hohe Performance-Kennzahlen als durchschnittliche Response genannt werden. Öffnungs- und Click-Through-Raten von weit mehr als 30% sind heutzutage – gerade bei größeren Versandvolumina – eher selten in werblichen E-Mails zu erzielen.

Die Versand-Infrastruktur

  • Gibt es für die Mail-Server Whitelisting-Zertifikate (Z. B. Certified Senders Alliance und/oder Senderscore)? Die Zertifikate signalisieren den ISPs die Einhaltung von Qualitätsstandards. Entsprechend kann die Performance/Response unterm Strich höher sein, als beim Versand über nicht-zertifizierte (“unbekannte”) Server. Ferner signalisiert Ihnen die Zertifizierung, dass beim Adressanbieter der Bereich E-Mail-Marketing professionell betrieben wird.
  • Prüfen Sie die Domains, über die Ihre Werbebotschaft später versendet wird sowie die IPs der Mail-Server auf Blacklist-Einträge:
  • Prüfen Sie die Reputation-Werte der Mail-Server des Anbieters, um im Vorhinein Hinweise auf Zustellungsprobleme bei den ISPs zu bekommen. Für Sie Tests durch z.B. via

Weitere Tipps:

  • Lassen Sie sich klipp und klar darlegen, über welche Websites (Gewinnspiele? Communitys?) die Adressen wie generiert (Double Opt-In oder nur Confirmed oder Single Opt-In?) wurden und in welcher Frequenz die Empfänger werblich angesprochen werden.
  • Wie alt sind die verwendeteten Adressen durchschnittlich? Je älter, desto schlechter in der Regel die Performance.
  • Wird die Liste mit redaktionellen Inhalten angemailt oder nur mit Werbung? Es kann davon ausgegangen werden, dass die Akzeptanz von Werbung im ersteren Fall höher ist.
  • Prüfen Sie die Websites und die dortigen Anmelde-Prozeduren auf Funktionalität sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Rahmenbedingungen. Tragen Sie sich selbst in die Liste ein um zu schauen, was auf Ihrer E-Mail-Adresse in der Folge aufschlägt.
  • Lassen Sie sich eine Minimum-Response derart zusichern, dass bei Nichterreichen z. B. an die Nicht-Öffner nachversendet wird, bis die Öffnungsrate erreicht wurde. Seriöse Vermarkter kennen die Performance ihrer Listen, können den Erfolg für bestimmte Kampagnen vorab mehr oder weniger abschätzen und Ihnen somit auch das Risiko einer geringen Öffnungsrate nehmen.

Inbox: OTTO mit personalisiertem Bild & Tchibo testet & STATIK mit mehrsprachigem Creative

OTTO mit Bildpersonalisierung

OTTO: Bildpersonalisierung zu Ostern

OTTO: Bildpersonalisierung zu Ostern

Bildpersonalisierung

Bildpersonalisierung

Kommentar: OTTO bedient sich der responsesteigernden Wirkung von Personalisierungen, die kürzlich noch von Newsmarketing untersucht wurde (vgl. vorangegangener Beitrag). Der Oster-Newsletter enthält in der Masthead-Grafik den Vornamen des E-Mail-Empfängers, der so in das Osterthema eingebettet wurde. Anbieter für derartige Lösungen sind beispielsweise eCircle und Mailingwork, die beide scheinbar DirecType lizensiert haben. Danke an meinen Arbeitskollegen Sascha für den E-Mail-Hinweis. 🙂

Apropos Ostern: Sascha hatte auch noch dieses nette Pfund diesen netten Fund im Posteingang:

Leckeres After-Oster-Ei... ;-)

Leckeres After-Oster-Ei... 😉

ihhh… Die Betreffzeile kann man aber auch wirklich in den “falschen Hals” bekommen. Erinnerte mich spontan an dieses Video. Nichts für ungut… 😉

Tchibo testet…

... auch Tchibo muss testen...

... auch Tchibo muss testen...

Datum, Zeit: 11.04.2009, 08:21 bzw. 9:27 Uhr
Betreff:
5,- (bzw. 10,-) Euro Ostergutschein und bis zu 49 % beim Kauf von Damenmode sparen!
Kommentar:
Testen, testen, testen sollte die Maxime jedes E-Mail-Marketers sein; das machen übrigens auch die ganz großen wie Tchibo. Was wohl im Hinblick auf die Conversion besser lief? PS: Um der Frage zuvor zu kommen… Nein, ich trage keine Damenmode. 😉

Mehrsprachiges Creative…

STATIK: Mehrsprachiges Werbemittel (Quelle: CampaignMonitor.com)

STATIK: Mehrsprachiges Werbemittel (Quelle: CampaignMonitor.com)

Daneben gibt es wieder mal interessanten Zuwachs in der Creative-/Newsletter-Gallerie von Campaign Monitor: Die E-Mail “Kunstenfestival des arts” kommt in drei Sprachen daher. Auf jeden Fall eine Erwähnung wert, nicht zuletzt da wir derzeit auch gedenken, mit Segmentierungen nach Ethnien in unseren Listen eine gezieltere Ansprache von z.B. türkischstämmigen Deutschen zu testen.

Inbox: RTL nutzt Video Email für Programmvorschau

RTL nutzt Video-E-Mails als Programm-Teaser

RTL nutzt Video-E-Mails als Programm-Teaser

Datum, Zeit: 16.04.2009, 18:09 Uhr
Betreff:
Testen Sie Ihr Halbwissen
Kommentar:
RTL.de beschreitet innovative Werbe-Wege und weist per Video E-Mail 8 Tage vor der Austrahlung auf die Sendung “Oliver Pocher – Gefährliches Halbwissen” hin. An sich eine tolle Idee, aber an der Umsetzung hapert es… Warum?

Die Einbindung des Trailers erfolgte zum einen als eingebettetes

APPLET

(Java) mit Fallback-Grafik (vgl. Abbildung). Problem: ein solches APPLET wird lediglich in Lotus Notes 6.5 und 7 abgespielt. Eine weitere Referenzierung des Clips erfolgte durch das

dynsrc

Attribut des

IMG

-Tags:

&lt;img dynsrc="http://stream3.azionare.de/videomail/pocher/pocher.wmv" width="336" height="184" src="http://stream2.azionare.de/videomail/pocher/fallback.jpg" border="0"&gt;

Über das

dynsrc

-Attribut ist z. B. im Referenzwerk SelfHTML zu lesen:

… [dynsrc] ist ein proprietäres Microsoft-Tag, das aber vom Internet Explorer seit der Programmversion 2.0 interpretiert wird. Es gilt nur für Videodateien des Microsoft-Typs AVI und ist infsofern weitgehend auf die Windows-Welt beschränkt. Das HTML-Tag und seine Varianten werden hier nur noch der Vollständigkeit halber beschrieben. Bitte verwenden Sie dieses Tag nur noch in begründeten Ausnahmefällen.

Somit dürften alle E-Mail-Clients – außer Lotus Notes 6.5 und 7 [Applet] und Outlook 2002 sowie Outlook Express [dynsrc] – und auch die meisten Webmailer (außer Freenet, das per Auskunft des Technologie-Anbieters Azionare.de APPLETs darstellt) nur die Fallback-Grafik zeigen. Und die wurde nicht einmal verlinkt. Dass per kontrastarmer, kleiner Schrift unter dem Bild ein Link zur Browseransicht des Trailers existiert, dürfte vielen Lesern genauso entgangen sein wie die Möglichkeit, auf RTL.de sein eigenes Halbwissen zu testen (Link-Hervorhebung web-untypisch durch Fettdruck statt durch Unterstreichung).

Aber durch den Hinweis im Footer hat der Versender sich ja quasi gegen etwaige Fragen (“warum kann ich das Video nicht abspielen?”) eh verwehrt ;-):

Wenn Sie uns antworten möchten, klicken Sie bitte NICHT auf “Reply” oder “Antworten” in Ihrem E-Mail-Programm!

Zum Thema Videos in E-Mails habe ich ja bereits einige Beiträge verfasst. Resumee: Wer zur Zeit von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchte, sollte in meinen Augen

  • REI.com: Animiertes GIF als Video-Teaser (Quelle: In Anlehnung an RetailEmailBlog.com)

    REI.com: Animiertes GIF als Video-Teaser (Quelle: In Anlehnung an RetailEmailBlog.com)

    das Video zunächst stumm als (resourcen-optimiertes) animiertes GIF in die E-Mail einbinden (vgl. “Video E-Mail testen“). Ggf. kann der Clip dann im zweiten Schritt auf einer Landing-Page als “normales” Video mit Sound und den gängigen Videoplayer-Funktionalitäten bereitgestellt werden.
    Hinweis
    : Um Resourcen zu sparen empfiehlt es sich, längere Clips (> 30 Sekunden) in der E-Mail lediglich als gekürzte Teaser einzubinden, die z. B. mit einem Video-Fortschrittsbalken und der Aufforderung zu klicken, um das komplette Video zu sehen enden (vgl. rechtsstehende Abbildung bzw. REI.com-Videomail im RetailEmailBlog.com).

  • die Einbindung mit dem
    dynsrc

    -Attribut ausprobieren (immerhin kann hierdurch ein vollwertiges Video inklusive Sound abgespielt werden plus die unterstützenden Microsoft-Systeme genießen beachtliche Marktanteile unter den E-Mail-Clients) und ein animiertes GIF entsprechend als Fallback nutzen.
    Hinweis: Es mag sinnvoll sein, das Standardformat 320×240 mittels

    height

    und

    width

    zu halbieren und das animierte GIF entsprechend im Format 160×120 bereitzustellen, um die Größe gering zu halten. In jedem Fall sollte die Grafik bzw. das Video aber ordentlich verlinkt werden…

  • oder einfach auf ein verlinktes Fake-Player-Bild zurückgreifen, das ein aufmerksamkeitsstarkes Frame aus dem Clip enthält, welches wiederum in eine Videoplayer-Grafik eingesetzt und mit einem Abspiel-Knopf versehen wird (vgl. z. B. TigerDirect-Mailing im vorangegangenen Beitrag). Einfach, aber erfahrungsgemäß sehr wirksam. 😉

Nachtrag:
Zum Thema “Videos mittels dynsrc in E-Mails einbinden” gab es in der englischsprachigen Blogosphäre vor gut einem Jahr bereits eine Menge Buzz. Marketing Sherpa veröffentlichte damals eine Fallstudie, nach der eine Video-Email-Kampagne mit einer um mehr als 50% höheren Conversionrate auftrumpfen konnte. Hierbei wurde das Video in den E-Mails eingebettet mitversendet und offensichtlich per dynsrc-Attribut referenziert. Mark Brownlow mahnte zur Skepsis gegenüber den Ergebnissen der Studie. Später stellte Anna Yeaman noch einmal die zugrundeliegende Technik in der Video Email vor und machte erste Tests bzgl. der Unterstützung seitens der gängigen E-Mail-Clients.

Eyetracking: Erkenntnisse aus Blickverlaufs-Analysen für das E-Mail-Design

Wer die Response maximieren will, sollte seine E-Mails lesefreundlich gestalten. Lesefreundlich sind E-Mails unter anderem dann, wenn die räumliche Betrachtungsabfolge der Informationen durch den Leser leicht nachvollziehbar ist. Hierzu ist es hilfreich zu wissen, welche Wege die Augen der Leser beim Scannen des Newsletters auf dem Monitor typischerweise gehen, und wie verschiedene Ausprägungen und Platzierungen von E-Mail-Elementen auf Lesefluß und Aufmerksamkeit wirken können.

Genießt ein kurzer Absatz mit einem Umbruch nach 45 Zeichen und fett formatierten Schlagworten mehr Aufmerksamkeit, als ein Absatz ohne Zeilenumbruch? Ist es im Hinblick auf die Response zielführender, ein Profilbild oder eine Frontaufnahme eines sympatischen Gesichtes zu platzieren? Und: sollte dies links oder rechts neben dem Text platziert werden, um nicht möglicherweise von der E-Mail-Botschaft abzulenken anstatt diese zu unterstützen…?

Anhaltspunkte für die Beantwortung solcher Fragestellungen liefern die Ergebnisse einiger (mitunter alten aber wohl nach wie vor gültigen) Eye-Tracking-Studien

Wie funktioniert Eyetracking?

Mittels spezieller technischen Apparaturen lassen sich in Laborexperimenten Blickverläufe und Verweildauern (“Fixationen“) z. B. von E-Mail-Lesern bei der Betrachtung eines Newsletters festhalten (“Eye Tracking”). Die Darstellung der Fixationen erfolgt durch Kreise, deren Größe die Verweildauer auf dem speziellen Punkt wiederspiegeln. Der Blickverlauf wird durch Verbindungslinien zwischen bzw. Numerierung der Kreise markiert. Die aufgezeichneten Informationen über die Verweildauern aller Probanden werden nach dem Experiment in so genannten Heatmaps verdichtet – “heiße” Bereiche mit hoher Verweildauer werden rot, “kalte” Bereiche mit geringer Verweildauer in der Regel grün oder blau dargestellt.

Ein Beispiel, bei dem der Blickverlauf eines Probanden beim Betrachten des Newsletters von reclameweek.nl in Outlook aufgezeichnet wird:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=bMJBgwaYBy4]

Einige Studien-Ergebnisse und deren Implikationen

Vorsicht: Bilder können ablenken

Vorsicht: Gesichter können vom Ziel anlenken (Quelle: TheEmailWars.com nach ThinkEyetracking.com)

Vorsicht: Gesichter können vom Ziel anlenken (Quelle: TheEmailWars.com nach ThinkEyetracking.com)

Dylan Boyd berichtet im Blog The Email Wars über eine interessante Eyetracking-Studie von ThinkEyetracking.com. Hierbei wurde die Wirkung der Platzierung eines Baby-Gesichtes auf den Erfolg eines Mailings untersucht. Aus der Heatmap (vgl. rechtsstehende Abbildung) wird deutlich, dass bei der Variante mit Gesicht selbiges nahezu die komplette Aufmerksamkeit beanspruchte und somit von der Botschaft im Copywriting völlig ablenkte. In der “after”-Variante mit Profilansicht und Blick in Richtung Textbotschaft dagegen verteilte sich die Aufmerksamkeit auch auf die restlichen Elemente des Mailings, die die Botschaft enthielten. In die gleiche Richtung zielt der hier durchgeführte Performance-Vergleich zweier Landingpages.

Gesichter ziehen Aufmerksamkeit an (Quelle: eyetools.com)

Gesichter ziehen Aufmerksamkeit an (Quelle: eyetools.com)

Die Starke Aufmerksamkeitswirkung von Gesichtern wird auch deutlich in der Heatmap von Eyetools.net, in der eine E-Mail von Ogilvy untersucht wurde (vgl. nebenstehende Abbildung).

Ergo: die Auswahl eines Bildes – gerade bei Gesichtern von Menschen und hier insbesondere Kindern/Babys – sollte wohl überlegt werden, da diese sehr viel Aufmerksamkeit beanspruchen und so von der Botschaft des Mailings zu stark ablenken können.

Unterschiedlicher Fokus bei Männern und Frauen (Quelle: ojr.org)

Unterschiedlicher Fokus bei Männern und Frauen (Quelle: ojr.org)

Ebenfalls wissenswert: Männer und Frauen betrachten Bilder zum Teil scheinbar unterschiedlich. Frauen fokussieren Gesicher, während “weitere Partien” betrachten…

F-Form des Leseflusses

Typische F-Form des Blickverlaufs (Quelle: useit.com)

Typische F-Form des Blickverlaufs (Quelle: useit.com)

Im April 2006 veröffentlichte der Usability-Experte Jacob Nielsen – nach einigen vorangegangenen ähnlichen Studien – die Ergebnisse einer Eyetracking-Studie, nach der er für den Blickverlauf einer Website typischerweise eine (grobe) F-Form kostatierte. Das Auge verfolgt dabei zunächst den oberen Bereich durch eine horizontale Bewegung, geht sodann zurück zum linken Bildschirmrand; nach einer kurzen vertikalen folgt wiederum eine horizontale Bewegung, die etwas kürzer ist, als die im Header-Bereich. Schließlich wird der Rest der Website/E-Mail am linken Bildschirmrand vertikal gescannt. Dies bedeutet für das E-Mail-Design, dass die Kernbotschaft idealerweise aus den ersten beiden Abschnitten deutlich werden und wichtige Informationen nicht rechts positioniert werden sollten.

Bildergröße, Werbeeinbindungen, Überschriften …

Überschriften: die ersten beiden Worte entscheiden (Quelle: useit.com)

Überschriften: die ersten beiden Worte entscheiden (Quelle: useit.com)

Viele interessante Implikationen liefert auch die Studie Eytrack III, deren Ergebnisse unter “The best of Eyetrack III” zusammengefasst wurden. So wurde beispielsweise empirisch fundiert, dass große Bilder deutlich mehr Aufmerksamkeit absorbieren, als kleinere. Gleiches gilt auch hier für Bilder mit klaren Gesichtern. Zur Wirkung von Werbung wurde festgestellt, dass Größe durchaus zählt – große Banner haben eine deutlich höhere Chance, beachtet zu werden als kleinere. Text-Anzeigen zeigten eine bessere Performance als Banner. Auch interessant: Eine Überschrift erhält in der Regel weniger als 1 Sekunde Aufmerksamkeit – den ersten 2 bis 3 Worten kommt somit bei längeren Headlines eine entscheidende Bedeutung zu für das Erzeugen von Aufmerksamkeit. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer Studie zum Blickverlauf in Newslettern von Jacob Nielsen (vgl. nebenstehende Abbildung).

Lesenswert in diesem Zusammenhang sind auch die Zusammenfassungen der Implikationen von verschiedenen Eyetracking-Studien auf VirtualWebhosting.com bzw. in Seth Godin’s Blog. Und auch eine Bildersuche z. B. via Google fördert einige interessante Heatmaps zutage. Und wer schließlich eine kleine “Investition” in gedrucktes Know-how trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten nicht scheut ;-), mag einen Blick in die 8 aktuellen Heatmaps der Email Benchmark Studie 2009 von MarketingSherpa werfen…

Und auch wenn Skip Fidura richtiger Weise beim Umgang mit Eyetracking-Ergebnissen vor einer voreiligen Verallgemeinerung warnt – die Ergebnisse sind dennoch stets interessant und bei Unsicherheiten im Rahmen der Gestaltung kann hilfsweise immer mal auf die Key-Findings unter den genannten Links zurückgegriffen werden.

Per E-Mail in die Filiale “locken”…

Lisa Harmon and Alex Madison von der amerikanischen E-Mail-Marketing-Agentur Smith-Harmon geben im Blog des Email Experience Councils (EEC) einige Tipps, wie Sie geschickt den E-Mail-Kanal mit Ihren stationären Filialen verbinden können. Die Tipps wurden zudem mit fast 20 schönen Fallbeispielen aus dem E-Mail-Posteingang veranschaulicht. Lesenswert!

Ein Auszug der Empfehlungen:

  • Promoten Sie spezielle Angebote, die es nur offline in der Filiale gibt
  • Nutzen Sie Strichcode-Coupons, die ausgedruckt in der Filiale eingelöst werden können.
    (Zur Implementierung von EAN-Barcodes in Ihre E-Mails vergleichen Sie z. B. den vorangegangenen Artikel;
    Dinge, die es beim E-Mail-Couponing zu beachten gilt, finden Sie im diesem Artikel im Return On Subscriber-Blog)
  • Bewerben Sie exklusive Filial-Events
  • Erinnern Sie an den Wert des Shopping-Erlebnisses in Ihrer Filiale
  • Weisen Sie in der E-Mail – sofern Profiltiefe und Technik dies zulassen – auf den für den E-Mail-Empfänger nächstgelegenen Shop hin
    Nachtrag: Dass sich die E-Mail-Leserschaft hierfür mitunter interessiert, berichtet auch der Shopblogger mit einem Augenzwinkern. 😉

Rund 97% aller Mails sind Spam – ein Klimakiller

Wie Microsoft im “Security Intelligence Report 6” für das letzte Halbjahr Juli-Dezember 2008 berichtet, hat sich der weltweite Spam-Anteil von 98,4% im Hbj. I auf 97,3% im Hbj. II verringert.

Einige interessante Erkenntnisse:

  • Auf 1000 nicht infizierte PCs kommen 8,6 mit bösartiger Software infizierte PCs
  • Attachments: das Ausnutzen von Sicherheitslücken durch Microsoft-Office- und PDF-Anhänge wurde bei Spammern beliebter
  • 72,2% des Spam-Aufkommens ist Werbung für Produkte – 48,6% davon für pharmazeutische Produkte (“V!@gR4” % Co.)

Download des Reports:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=aa6e0660-dc24-4930-affd-e33572ccb91f&displaylang=en
(pdf, 184 Seiten, 8.6mb)

(Via Christopher Null: The Working Guy)

Parallel hierzu zieht das auf Klimawandel spezialisierte Beratungsunternehmen ICF International einen interessanten Vergleich, wonach Spam einen Stromverbrauch verursacht, der dem einer Millionenstadt gleicht. In der Welt Online ist zu lesen:

Der Strom für das Übertragen, Sichten, Bearbeiten und Filtern von Spam entspricht der Menge, die 2,4 Millionen Haushalte im Jahr verbrauchen. Die Spam-Bilanz unterscheidet sich je nach Land.

Die Studie wurde vom Sicherheitsspezialisten McAffee in Auftrag gegeben und liegt derzeit exklusiv der Welt Online vor.

Zum Artikel:
Klimastudie: Spam-Mails fressen so viel Strom wie Millionenstadt

Inbox: Woobby Redesign & myPrinting ASCII-Art & Vistaprint Redesign

woobby.com: Newsletter erscheint in neuem Glanz

woobby.com: Newsletter erscheint in neuem Glanz

Datum, Zeit: 07.04.2009, 11:20 Uhr
Betreff: Keine Feier ohne Eier!
Kommentar: Die Jungs & Mädels von der Ranglisten-Community woobby.com haben Ihre Androhung wahrgemacht, und eine Vielzahl der Vorschläge von Dr. eM@ail tatsächlich umgesetzt. 🙂 Ich finde das neue Design deutlich aufgeräumter und zielführender als das alte und hoffe, dass sich dies auch in der Response niederschlägt…

myPrinting: Oster-Werbemittel

myPrinting: Oster-Werbemittel

Datum, Zeit: 07.04.2009, 21:19 Uhr
Betreff: Ihre Osterüberraschung, [ANREDE] [NACHNAME]
Kommentar: Mal wieder etwas aus der Kreativ-Abteilung von adRom: das Werbemittel zur Osterüberraschung von myprinting.de fiel vor allem daher positiv auf, da es eine optimale Lesbarkeit auch ohne Bilder gewährleistet und da die Handlungsaufforderung “Jetzt zur Osterüberraschung” deutlich hervorgehoben und auch im Vorschaufenster an Anhieb sichtbar. Die Bilder umschließen den Text nicht zuletzt dank des leichten Fadings/Verlaufs im Footer sehr schön, wenn sie angezeigt werden.

myprinting: Umfrage-Creative in Plain-Text-Form

myprinting: Umfrage-Creative in Plain-Text-Form

In der Plain-Text-Variante der Multipart-Mail wird passend zum Anlass eine schöne ASCII-Grafik eines Osterhasen dargestellt. 😉 Problem bei ASCII-Grafiken ist allerdings, dass diese nur dann korrekt dargestellt werden, wenn der E-Mail-Client nichtproportionale Schriftarten mit einheitlicher Zeichenbreite nutzt. Solche “SpielerEIen” machen sich übrigens auch in den Umfrage-Creatives (vgl. etwa vorangegangener Beitrag) gut (siehe rechtsstehende Abbildung); aber auch hier sollte darauf hingewiesen werden, dass die Sonderzeichen möglicherweise nicht korrekt dargestellt werden. Perfektionisten sollten dies also vor dem Realversand ausgiebig testen…

Vistaprint

Vistaprint

Datum, Zeit: 01.04.2009, 20:03 Uhr
Betreff: Unfassbar! 500 Visitenkarten für nur 5 Euro – nur bis 04.04.
Kommentar: Auch das Vistaprint-Werbemittel trägt seit neustem die Handschrift von adRom. Schön finde ich hierbei insbesondere die Formatierung der Headline mit der poppigen und unverbrauchten Schriftart Impact:

&lt;font color="#0E5392" face="Impact, Arial Rounded MT Bold, sans-serif" style="font-size:63px; font-weight:normal; letter-spacing:-1px; line-height:65px;"&gt;

Wer die Wirkung unterschiedlicher Schriftarten und -formatierungen auf dem Bildschirm einmal testen möchte, dem empfehle ich einen Besuch der Website Typetester.org.

Newsmarketing: hoch personalisierte Werbemittel liefern 19% mehr Response

Nachdem vor gut einem Monat im ersten Teil der optimale Versandzeitpunkt beleuchtet wurde, veröffentlichte die schweizer E-Mail-Marketing-Agentur Newsmarketing nun im zweiten Teil der “E-Mail Studie 2009“ die Ergebnisse zum Untersuchungsgegenstand “Personalisierung in Werbemitteln“.

Download:
http://www.newsmarketing.ch/studie2009.pdf
(pdf, 21 Seiten, 130kb)

Personalisierung durch häufige Verwendung des Vornamens

Personalisierung durch häufige Verwendung des Vornamens

“Personalisierung” bezeichnete im Rahmen der Untersuchung die Verwendung des Empfänger-Namens im Werbemittel. Dabei wurden drei Stufen der Personalisierung unterschieden:

  1. ein Creative ohne Verwendung von Vorname und/oder Name des Empfängers
  2. ein Creative mit persönlicher Anrede (“Lieber [Vorname] [Nachname]”)
  3. ein Creative mit persönlicher Anrede und extensiver (= 10 mal) Verwendung des Vornamens im Copywriting

Ergebnisse:

  • Der personalisierte Werbetext erzeugte die deutlich besten Ergebnisse
  • rund 6% mehr Clicks durch eine persönliche Anrede gegenüber gar keiner Personalisierung
  • rund 19% mehr Clicks durch personalisiertes Copywriting gegenüber gar keiner Personalisierung
Personalisierte Bilder in E-Mails zu Weihnachten

Abb.: Personalisierte Bilder in E-Mails

Auf Basis der Studienergebnisse sollte zur Performancesteigerung im Werbemittel also mehrmals der Name des Empfängers verwendet werden, um diesen gezielt in den Mittelpunkt der werblichen Ansprache zu rücken. Denkbar ist hierbei z.B. die Erwähnung des Namens in Headlines, im Fließtexte, in Hyperlink-Texten bzw. Handlungsaufforderungen und – besonders wirkungsvoll – auch in Grafiken selbst (siehe Abbildung rechts oder auch meine Kurz-Anleitung zur Erstellung einfacher Bildpersonalisierungen).