Category Archives: tipps

Bilder in E-Mails mitsenden?

Standardmäßig werden in E-Mails (externe) Bilder bei den meisten E-Mail-Clients und Freemailern aus Datenschutzgründen nicht angezeigt, sondern müssen manuell per Mausklick nachgeladen werden. Aus Sicht des Marketers ist dies nicht unbedingt befriedigend, da (die unterdrückten) Bilder Werbebotschaften hie und da besser transportieren könnten, als reiner Text. Welche Möglichkeiten gibt es vor diesem Hintergrund, mehr aus den “bebilderten” E-Mails herauszuholen? Continue reading

MarketingSherpa: Marketing Wisdom for 2009

Marketing Wisdom for 2009 (Quelle: MarketingSherpa.com)

Marketing Wisdom for 2009 (Quelle: MarketingSherpa.com)

MarketingSherpa veröffentlich nun seit 7 Jahren alljährlich den “Wisdom Report“, in dem Leser über ihre spannendsten Ereignisse und Lektionen im vorangegangenen Online-Marketing-Jahr berichten. So gibt es auch dieses Jahr wieder einige sehr lesenswerte Anekdoten aus den Bereichen

  • E-Mail,
  • Web 2.0,
  • SEM/SEO,
  • Mobile Marketing,
  • Landing-Page- und Website-Gestaltung,
  • B2B,
  • Lead-Generierung,
  • Videos

… und mehr.

Ein Auszug zum Thema E-Mail:

  • J. M. Lucero / INNOVA: “Keep it simple, personal

    (…) when thinking of email, it’s not only about graphics; it’s about the message and personalizing it as much as you can.

  • D. Sparks / EXEROS: “Stay outside the box

    (…) instead, we stretched and doubled our release pick-up with: “Exeros rocks the data modelling world by adding profiling capabilities to ca.”. (…)

  • L. Kirby / Leppert Business Systems: “Personal anecdotes increase readership”

    (…) readership increased since we started adding in client-focused anecdotes about cases we have encountered in serving our clients (…)

Zum Download:
http://www.marketingsherpa.com/Wisdom2009.pdf
(pdf, 50 Seiten, 910kb)

Die Exemplare der vergangenen Jahre sind nicht weniger lesenswert; Download:
http://wisdom.marketingsherpa.com/

(Via NicoZorn.com)

Handlungsaufforderungen – Do’s and Don’ts

Der Aufforderung zur Handlung (“call-to-action“) kommt im Rahmen einer E-Mail-Kampagne eine Schlüsselrolle zu: nachdem Interesse beim Leser geweckt werden konnte, muss er nun über dieses Element konkret dazu aufgerufen werden das zu tun, was mit der Kampagne beabsichtigt wird. Sei es z. B. der Kauf eines Produktes oder die Eintragung für einen Newsletter.

… Es gibt gute und schlechte Handlungsaufforderungen; Kelly Laurence vom amerikanischen ESP Bronto zeigt anhand einiger Newsletter-Beispiele im bezeichnenden Artikel “Calls-to-Action: Read This Post Now.” ;-), worauf geachtet werden sollte, damit es nicht lediglich beim “Interesse” – ohne “Handlung” – bleibt.

Zum Beitrag:
http://blog.bronto.com/(…)/calls-to-action-read-this-post-now/

Schei? Encoding! ISO 8859 vs. UTF-8

GetDigital.de: Schei? Encoding

"Schei? Encoding" Shirt von GetDigital.de

Der alte Kampf bei der Zeichenkodierung ist immer noch nicht ausgefochten: ISO 8859 oder UTF-8…? WTF-8 UTF-8 ist bzgl. des Zeichenvorrats weit umfassender, da hier etwa auch die deutschen Umlaute enthalten sind und diese somit nicht mehr – wie bei ISO 8859 – mit HTML-Entitäten wie

ü

für

ü

kodiert werden müssen. Doch auch wenn das Internet Mail Consortium (IMC) seit 1998 für E-Mail-Clients die Unterstützung von UTF-8 empfiehlt: bis heute gibt es mitunter noch Darstellunsprobleme. Bei Web.de werden einige UTF-8 kodierte Sonderzeichen (z. B. das Euro-Währungssymbol) beispielsweise durch einen hässlichen Platzhalter ersetzt. Bei Gmx und AOL zeigen sich die selben Probleme, wenn der UTF-8-kodierte E-Mail-Quelltext versehentlich als ISO 8859-1 kodierte E-Mail versendet wurde – hier fällt das Euro-Symbol im Betreff einfach weg.

Fazit: Auch wenn sich meiner Erfahrung nach die kodierungsbedingten Darstellungsprobleme auf einige wenige Sonderzeichen (z. B. “€”) und in der Regel auf die Betreffzeile reduzieren: es empfiehlt sich, ISO 8859-1-kodierte E-Mails zu versenden, da dies der probate kleinste gemeinsame Nenner ist.[1]

Ergänzung:

Christoph Bajohr hat in seinem WalkingSmall-Blog die UTF-8-Unterstützung der gängigen E-Mail-Clients und Webmailer noch einmal tabellarisch zusammengefasst.

Alle leidgeplagten Marketer können übrigens ihren Unmut schweigend mit dem nebenstehenden Stoff-Fetzen kundtun… 😉

http://www.getdigital.de/products/scheiss_encoding

Noch mehr lustige Geek-Wear von GetDigital.de gibt’s hier.

(Via 100partnerprogramme.de)

Fußnote

[1] Beim vorangegangenen Posting “Conrad: Optimiertes Mailing sowie interessanter E-Mail-Absender” hat sich übrigens auch ein Kodierungsfehler – im E-Mail-Body in einer ISO-kodierten E-Mail – eingeschlichen. Wer ihn als erster findet, bekommt auf der Dmexco ne saftige Pilsette von mir aufe Hand. 😉 Tipp: Man schaue in die alt-Texte und sei sich der Tatsache bewusst, dass die E-Mail zwar ISO 8895-1-kodiert ist, aber ein ü dort als C3BC (= ü in UTF-8) kodiert wurde, was in zwei “wirren” Zeichen resultiert – 1x C3 in ISO und 1x BC in ISO.

Couponing per Barcode-Aufdruck in E-Mails

Abb. 1: EAN 13-Strichcode als Grafik zur Einbindung in eine E-Mail

Abb. 1: EAN 13-Strichcode als Grafik zur Einbindung in eine E-Mail

Jürgen Unger von DWMS macht im Xing-E-Mail-Marketing-Forum darauf aufmerksam, dass über die DWMS-E-Mail-Infrastruktur nun auch Coupons als Strichcodes in E-Mailings eingebunden werden können:

(…) In der Filiale wird dieser ausgedruckte Strichcode dann an der Scannerkasse gutgeschrieben und zeitgleich entwertet. Schummeleien durch Mehrfachausdruck oder Kopieren des klasischen Coupons sind damit ausgeschlossen.

Die Strichcodes können mit personalisierten Informationen angereichert werden, die bei aggregierter Auswertung der Aktion nach dem Clearing wertvolle Informationen liefern können:

Zugleich können aber die Barcodes auch mit individuellen Zusatzinformationen versehen werden (z.B. sozio-demographische Cluster) oder man kann Testen, welches der zusätzlichen Angebote in der Mail (Sponsor?) wie gewirkt hat.

Weitere Auskunft per E-Mail:

Falls gewünscht, kann auch die nächstgelegene Filiale individuell in die Mail eingespielt werden – Voraussetzung ist lediglich die Übermittlung der Postleitzahlen der teilnehmenden Filialen. Wir nutzen für dieses Feature [Barcodes in E-Mails] im ersten Schritt unseren eigenen Adressbestand (650.000 mit postalischer Adresse bzw. 990.000 insgesamt) (…)

Barcodes in E-Mails: online meets offline

Half Price Books mit Strichcode-Coupons (Quelle: Smith-Harmon)

Half Price Books mit Strichcode-Coupons (Quelle: Smith-Harmon)

Coupon-/Gutscheinaktionen in Form von Barcodes in E-Mails und Newslettern stellen eine interessante Verknüpfung von Online- und Offline-Welt dar. Auch wenn diese Verknüpfung durch den Medienbruch (“zur Filiale gehen”) und Aufwand (“ausdrucken”) auf den ersten Blick schwach sein mag – laut einer (US-)Studie von Epsilon (vgl. vorangegangener Beitrag) kauften 2008 immerhin 67% stationär ein Produkt mit Bezug auf eine E-Mail des Händlers.

Ablauf eines Couponings

Für ein effizientes elektronisches Clearing in der Filiale des Händlers werden die Coupon-Informationen in der Regel als Europäische Artikel Nummer (EAN) kodiert. Die Nummer kann grafisch dargestellt dann als Barcode-Grafik (vgl. Abb. 1) in die E-Mail eingebunden werden. Diese Grafik kann wiederum – in der ausgedruckten E-Mail – mit dem Kassenscanner gelesen und dann verarbeitet werden.

In den Code sind standardmäßig die folgenden Informationen zu integrieren: 981 oder 982 als Couponpräfix für Gutscheine,[1] Couponherausgeber, Rabattwert, Produkt und Gültigkeitsdatum.[2] Zur Abbildung reicht hier die 13-stellige Standard-EAN als Gutscheinnummer. Daneben können weitere Informationen kodiert werden, wie z. B. eine eindeutige Seriennummer (zur eindeutigen Zuordnung oder Vermeidung von Mehrfacheinlösungen). Hierzu kann das EAN 128-Protokoll eingesetzt werden, das über den längeren GS1-128-Strichcode grafisch abgebildet wird.[3]

Praxis: Implementierung einer Barcode-Lösung

JanieAndJack mit Strichcode-Coupon (Quelle: Smith-Harmon)

JanieAndJack mit Strichcode-Coupon (Quelle: Smith-Harmon)

Wer selbst eine einfache Lösung für die Implementierung von Coupons als Barcodes in seine E-Mailings schaffen möchte, ist vielleicht schon mit einer der verfügbaren Public Domain-Lösungen gut beraten. Ich empfehle den Test der Bibliothek PHP-Barcode. PHP-Barcode ist Open-Source, steht unter der GNU General Public License und ist bereits Teil des populären XAMPP-Paketes. Die Lösung ist geeignet zur Erzeugung von EAN-13, EAN-8, UPC, ISBN, 39, 128(a,b,c), I25, 128RAW, CBR, MSI, PLS, 93. Die Implementierung des Barcodes in Ihre E-Mail erfolgt nach der Installation dann per Grafikeinbindung:

<img src="barcode.php?code=[EAN_13_VARIABLE]">

wobei [EAN_13_VARIABLE] beim Versand dynamisch durch die EAN-13-kodierten Gutscheincodes der E-Mail-Empfänger ersetzt wird.

Fußnoten

[1] Vgl. Coupons erobern Deutschland auf Seite 2 [pdf, 4 Seiten], erschienen auf gs1-germany.de.

[2] Vgl. gs1-germany.de: Personalisierte Gutscheine.

[3] Vgl. EAN 128-Standard für personalisiertes Couponing [pdf, 2 Seiten], erschienen auf: gs1-germany.de.

HTML-Layout: Verschachtelte Tabellen i.d.R. unproblematisch

David Greiner von CampaignMonitor hat sich die Mühe gemacht zu schauen, ab welcher Ebenen ineinander verschachtelter

<table>

s es bei den gängigen E-Mail-Clients zu Problemen kommt.

Entwarnung: Bis zu Ebene 8 gibt es keine Probleme; erst ab Ebene 9 ist die Darstellung in Lotus Notes v6.5 und v7 fehlerhaft. Da in den meisten Templates wohl nicht weiter als bis Ebene 4 vorgedrungen wird, kann die Verschachtelung somit bedenkenlos genutzt werden.

Anregung: Die vorangegangene Newsletterausgabe noch einmal pushen

Inhalte aus der vergangenen Newsletter-Ausgabe

Bsp.: Inhalte aus der vergangenen Newsletter-Ausgabe erneut nennen (Quelle: Perfect Marketeam NL Jan/09)

Mark Brownlow macht in seinem No Man is an Iland-Blog darauf aufmerksam, dass Newsletter-Abonnenten aus verschiedenen Gründen nicht jede E-Mail lesen. Möglicherweise hat der Abonnent gerade keine Zeit und vergisst die E-Mail später oder der Betreff der Ausgabe weckt keine Aufmerksamkeit. Vor diesem Hintergrund macht es evt. Sinn, in der nächsten Newsletterausgabe auch noch einmal die vergangene Ausgabe zu verlinken oder auf besonders interessante/erfolgreiche Artikel daraus zu verweisen. So kann nachträglich das Ergebnis der letzten Ausgabe noch einmal – wenn vielleicht auch nur um wenige Klicks – verbessert werden.

Thunderbird: Phishing-False Positives vermeiden

Betrug? False-Positive...

Thunderbird: Betrug? False-Positive...

Viele E-Mail-Clients sind skeptisch gegenüber neuen E-Mails. Aus gutem Grunde: jede 245. E-Mail war z. B. laut MessageLabs Annual Security Report 2008 (vgl. Beitrag bzw. Report [pdf], S. 41) eine Phishing Mail. Dies ist sicher nicht zuletzt begünstigt durch das veraltete SMTP, bei dem z. B. einfach der Absender (“Header-From”) (vgl. z. B. vorangegangener Blog-Beitrag) einer E-Mail willkürlich gewählt und damit gefälscht werden kann etc. pp.

Um im Posteingang aber als seriöser Versender nicht unnötig für Verwirrung zu sorgen ein kleiner Tipp am Rande, da mir dies im Posteingang von Mozilla Thunderbird immer wieder begegnet: Damit E-Mails hier nicht fälschlicherweise als “betrugsverdächtig” markiert (und damit die Links standardmäßig blockiert) werden sollte der Versender darauf achten, dass die Link-Texte in den E-Mails auch dem dahinterstehenden referenzierten Hyperlink entsprechen.

In der Beispiel-E-Mail (siehe Abb.) löst der Link “http://www.establishedmerchantsonly.com” z.B. nicht in selbigen auf, sondern in “http://click.icptrack.com/…” . Da dies in Phishing-Mails eine gängige Verschleierungstaktik ist, um den dahinterliegenden Link zu tarnen (z. B. “http://gibmirdeinekontodaten.ng” getarnt durch das darüber liegende “http://www.sparkaTze.de”), wird dies von Thunderbird als verdächtig markiert.