Monthly Archives: March 2009

Hervorhebungen in E-Mails mittels blinkendem Text

Eine bislang äußerst spärlich genutzte, aber prinzipiell sehr effektive Möglichkeit, E-Mails mit mehr Dynamik anzureichern ist blinkender Text. Dazu ein Beispiel aus dem coupons4u-Newsletter vom 27.2.09:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=EPZPHkM5nPs]

Der Vorteil: eine derartig hervorgehobene Textpassage zieht nahezu garantiert Aufmerksamkeit auf sich und kann positiv & dynamisch wirken – und zwar auch dann, wenn externe Bilder, die als animierte Grafiken Dynamik erzeugen können vom E-Mail-Client oder Freemailer unterdrückt wurden (siehe Video 1-6 Sek.). Nachteil: da technisch keine Kontrollmöglichkeit über das Blinken hinsichtlich Dauer und Frequenz besteht, kann der Effekt auch zuviel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, den Leser nerven und damit negativ wirken. Ferner wird der Effekt browserseitig nicht durch den Internet Explorer unterstützt.

Der Einsatz von blinkendem Text sollte also im Einzelfall immer hinsichtlich der Vor- und Nachteile genau abgewogen und wohl “dosiert” werden. Ferner sollte der blinkende Text nicht in lange Textabsätze integriert werden, da dies das Lesen des Absatzes stark erschwert. Wirkungsvoll ist die Formatierung z. B. als alleinstehender Link oder als Headline/Claim im Rahmen eines kurzen 2- oder 3-Zeilers mit knappen Worten. Die Einbindung im coupons4u-Newsletter (siehe Video) finde ich persönlich z. B. sehr gelungen…

Welche Möglichkeiten der Implementierung gibt es und wie sieht die Unterstützung der Möglichkeiten bei den E-Mail-Clients und Freemailern aus?

Möglichkeit 1: HTML

Der hervorgehobene Text wird einfach in die HTML-Tags

<blink>...</blink>

eingeschlossen.

Möglichkeit 2: CSS

Hierbei wird dem entsprechenden HTML-Tag über CSS die Text-Eigenschaft

text-decoration:blink;

hinzugefügt. Beispiel für einen Hyperlink:

<a href="http://css4you.de" style="text-decoration:blink;">...</a>

Unterstützung gängiger Clients[1]:

HTML? CSS?
gmx.de nein ja
web.de nein ja
Yahoo! Mail nein ja
AOL nein ja
Googlemail nein ja
Windows Live nein ja
Freenet ja ja
Thunderbird 2 ja ja
Outlook 2007[2] nein nein
Outlook 2002 nein nein

Somit ist klar: wenn blinkender Text genutzt wird, sollte die Einbindung in jedem Fall über eine CSS– statt HTML-Formatierung erfolgen.

Fußnoten

[1] Die Webmailer wurden hier im Mozilla Firefox getestet; der Internet Explorer unterstützt die blinkende Formatierung gänzlich nicht. Hier wird der Text statisch eingeblendet.

[2] Bei Outlook 2007 funktioniert das Attribut nicht korrekt – die Hintergrundfarbe blinkt mitunter, was aber eher wie ein Darstellungsfehler wirkt.

Uni Münster: Aktuelles Internet-Recht auf 571 Seiten zum Download

Prof. Dr. Thomas Hoeren, Mitarbeiter der zivilrechtlichen Abteilung des ITM/Uni Münster stellt sein Skriptum Internet-Recht in einer aktualisierten Ausgabe (Stand: März/09) zur Verfügung. Auf 571 Buch-Seiten (!) erhält der Leser einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung, die für den eigenen Internet-Auftritt von Belang ist. Auch wenn dem Thema E-Mail-Marketing kein Kapitel gewidmet wurde – ein vertiefender Blick in die interessante Materie lohnt allemal. Besten Dank an Herrn Hoerer für die Mühe und natürlich für die kostenlose Bereitstellung. 🙂

Zum Download:
http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/INHALTE/lehre/lehrematerialien.htm

(pdf, 512 Seiten, 3.15mb)

Interessantes zum Thema E-Mail-Marketing findet sich z. B. auf den Seiten 271 ff. :

(…) Zunächst ist zu beachten, dass das deutsche Werberecht auch für ausländische Spammer gilt (selbst wenn diese ihren Sitz außerhalb der EU – zum Beispiel in den USA – haben). Es findet das sog. Marktortprinzip Anwendung, wonach das Wettbewerbsrecht desjenigen Staates gilt, an dem durch das Wettbewerbsverhalten auf die Entschließung des Kunden eingewirkt wird. Man sollte aber nicht versuchen, gegen ausländische Anbieter rechtlich vorzugehen – es ist in der Praxis zwecklos. (…)

Blacklist: Daten-Sperrung statt -Löschung…? Oder: Anonymisierte Negativliste?

Hat Ihr Newsletter-Empfänger einen uneingeschränkten Anspruch auf Löschung seiner Daten in Ihrer Datenbank? Wenn ja: wie sollten Sie dann ohne Negativliste zusichern können, dass er in Zukunft nicht doch noch einmal in den Verteiler gelangt und einen unverlangt zugesandten Newsletter erhält?

Diesem Thema widmet sich die Kanzlei Dr. Bahr im aktuellen Law Vodcast vom 11.3.09. Fazit des Beitrags: Der Listeigner hat (unter “bestimmten Voraussetzungen”) gem. § 35 Abs.3 Nr.2, 3 BDSG das Recht, eine E-Mail-Blacklist zu führen und somit die E-Mail-Adresse bloß zu sperren statt zu löschen.

Einspruch, Euer Ehren!

Der angesprochenen Entscheidung des OLG Bamberg aus dem Jahr 2005, nach der die Sperrung – sinngemäß – mit der Begründung zulässig ist, da es sonst technischen nicht möglich ist, eine erneute E-Mail-Zusendung zu 100% auszuschließen möchte ich allerdings widersprechen; dies ist technisch sehr wohl möglich. Beispielsweise Continue reading

Weltverbrauchertag: jeder Zweite spart Bares durchs Internet

Sind Sie abergläubisch? Dann habe ich eine gute Nachricht: Freitag, den 13. haben wir mal wieder überstanden. Aber uiuiui: zum 26. Mal jährt sich nämlich am heutigen 15.3. der Weltverbrauchertag, an dem unter anderem die Verbände aktuelle Themen zum Anlass nehmen, einen besseren Verbraucherschutz einfordern. Schlottern die Knie? Ich kann Sie auch hier beruhigen: Im Fokus dieses Jahr stehen nicht etwa Datenschutzskandale aus der Online-Welt sondern die Ursachen und Folgen der Finanz-Krise.

Kurzer Exkurs: Der Weltverbrauchertag basiert auf einer Proklammation von John F. Kennedy im Jahr 1962, in der er damals drei grundlegende Verbraucherrechte einforderte:

  • Schutz vor betrügerischer oder irreführender Werbung
  • Schutz vor gefährlichen oder unwirksamen Medikamenten
  • Recht, aus vielen Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen.

Ich möchte gar nicht anfangen, von den Datenschutzskandalen der vergangenen Monate zu reden. Nur so viel: klar – hier gibt natürlich es noch einiges zu verbessern (und hier wird sich auch vieles verbessern – “gut Ding will Weile haben“). Konzentrieren wir unsere Gedanken doch – nicht nur im Hinblick auf einen sonnigen Wochenstart – einmal auf das Positive: der Branchenverband BITKOM berichtet beispielsweise, dass per Umfrage mitlerweile bereits 88% der Internetnutzer online eingekauft haben; und 53% der Befragten konnten durch das Internet bei ihren Einkäufen Geld sparen. Das Internet bietet frei verfügbare Preisvergleiche, Kundenrezensionen, Testberichte etc – durch die stetige Zunahme an Markttransparenz nehmen Marktunvollkommenheiten immer weiter ab. Und das eingeforderte Recht auf “marktgerechte Preise” wird so stark unterstützt. Na, wenn das nichts wert ist… Ich glaube John wäre heute ein Fan des WWW gewesen. 🙂

Schönen Start in KW 12/09!

PS: … und alles Gute zum 20. Geburtstag, liebes WWW! 😉

Studie: Männer wollen Fakten, Frauen Bilder

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) führte in 11/08 eine Online-Umfrage unter n=1028 Probanden durch mit den folgenden Fragestellungen:

  • Wie schaffen es Unternehmenswebsites, das Vertrauen der User zu erlangen?
  • Auf was achten die Internet-Nutzer beim Besuch der Websites?
  • Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede?

Ergebnis: Continue reading

BBC nutzt Botnetz für Spam und DDoS

Nachdem Ende 2008 im Dienste der Wissenschaft gespammt wurde, ahmt der öffentlich-rechtliche UK-Sender BBC mit der Computer-Sendung Click Twitter dies nun im Dienste seiner Steuerzahler nach. In der heutigen Sendung (Video ist nur aus dem UK und nicht über Proxies 😉 abrufbar) zeigte Spamcer Spencer Kelly, wie Spammer innerhalb kürzester Zeit ein Botnetz erstellen und E-Mails versenden sowie DDoS-Attacken durchführen können.

Nach eigenen Angaben wurden zunächst über Chat-Räume 22.000 Bots, also infizierte PCs generiert (die Besitzer der infizierten PCs wurden nach der Aktion informiert). Über die Bots wurden jeweils 500 Mails an je einen eigens für den Test erstellten Gmail- und Hotmail-Account versendet. Der Betreff aller E-Mails wurde von der genutzten Software variiert, um Spam-Filter auszutricksen. Der Inhalt aller E-Mails war gleich.

[vodpod id=Groupvideo.2213851&w=425&h=350&fv=config_settings_showUpdatedInFooter%3Dtrue%26amp%3Bplaylist%3Dhttp%3A%2F%2Fnews.bbc.co.uk%2Fmedia%2Femp%2F7930000%2F7938500%2F7938503.xml%26amp%3Bconfig%3Dhttp%3A%2F%2Fnews.bbc.co.uk%2Fplayer%2Femp%2Fconfig%2Fdefault.xml%3F1.3.105_2.10.7938_7967_20090310160409%26amp%3Bconfig_settings_language%3Ddefault%26amp%3Bconfig_settings_showFooter%3Dtrue%26amp%3Bconfig_plugin_fmtjLiveStats_pageType%3Deav6]

Im nächsten Schritt wurde eine DDoS-Attacke gegen die Anbieter für Sicherheitslösungen Prevx durchgeführt. Hier reichten 60 Bot-Rechner, um die Bandbreite des Servers zu überlasten.

Momentan wird internetweit kontrovers diskutiert, ob bzw. in wie weit insbesondere das Hijacking der fremden Rechner gesetzliche Rahmenbedingungen überschritt…

Bilder in E-Mails mitsenden?

Standardmäßig werden in E-Mails (externe) Bilder bei den meisten E-Mail-Clients und Freemailern aus Datenschutzgründen nicht angezeigt, sondern müssen manuell per Mausklick nachgeladen werden. Aus Sicht des Marketers ist dies nicht unbedingt befriedigend, da (die unterdrückten) Bilder Werbebotschaften hie und da besser transportieren könnten, als reiner Text. Welche Möglichkeiten gibt es vor diesem Hintergrund, mehr aus den “bebilderten” E-Mails herauszuholen? Continue reading

Tiger Tribune: Schönes Newsletter-Design

TigerDirect.com: Newsletter in Zeitungsdesign (Quelle: RetailEmailBlog.com)

Abb. 1: TigerDirect.com: Newsletter in Zeitungsdesign (Quelle: RetailEmailBlog.com)

Folgers Coffee: City that never sleeps.

Abb. 2: Folgers Coffee: City that never sleeps.

Chad White zeigt in seinem aktuellen Blogpost unter anderem eine tolle Design-Idee im TigerDirect.com-Newsletter. Die Mail wartet im E-Mail-Posteingang im Look & Feel des Herald Tribune auf. Und die Handlungsaufforderung in Kaffee-Tassen-Form hat es ebenfalls “in sich”. Erinnert übrigens ein wenig an die Folgers Coffee Guerrilla Kampagne von Saatchi & Saatchi, vgl. Abb. 2. 😉

Ebenfalls interessant sind die Share-to-social-Links im Pre-Header-Bereich: per Mausklick kann der E-Mail-Empfänger das Top-Angebot twittern oder auf seine Facebook-Pinnwand posten. Wie Sie diese Funktionalität einfach in Ihrem Newsletter verwenden können, habe ich hier beschrieben.

Weitere gestalterische Ideen gibt es unter dem Schlagwort: Gallerie.

Studie: Willkommensnachrichten

Willkommensnachrichten bergen oftmals ungenutztes Potenzial im Rahmen des E-Mail-Marketings. Schließlich ist nach erfolgter Newsletteranmeldung der Anbieter sehr präsent im Kopf des Abonnenten. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die amerikanische E-Mail-Marketing Agentur Smith Harmon nun eine Studie zu diesem Thema. Im Rahmen des Papers “Retail Welcome Email Benchmark Study” untersucht Chad White verschiedene Willkommensnachrichten im Hinblick auf Trends, best-pratices und Verbesserungsmöglichkeiten.

Aus dem Inhalt:

  • Erkennbarkeit im Posteingang: Absender, Betreff, Rendering, …
  • Zustellbarkeit
  • Erwartungen beeinflussen: Vorteile, Frequenz, Datenschutz
  • Nutzen für den Versender: Werbung, Loyalität & Beziehung, virale Elemente, …
  • Die besten und schlechtesten Willkommensnachrichten

Die Studie kann hier heruntergeladen werden:
http://smith-harmon.com/downloads/reports/2009_RetailWelcomeEmailBenchmarkStudy.pdf

(pdf, 35 Seiten, 13,5mb)

Newsmarketing E-Mail-Studie 2009: optimaler Versandzeitpunkt

Die schweizer E-Mail-Marketing Agentur Newsmarketing veröffentlichte den ersten Teil der “E-Mail Studie 2009 – Performance-Werte für kommerzielle E-Mail-Marketing-Kampagnen“. Ziel der Studie: Identifikation von Schlüsselfaktoren, die Öffnungsrate, Klickrate und unique Besucher in B2C-Standalones positiv beeinflussen. Im nun veröffentlichten ersten Teil geht es zunächst um die Ermittlung des optimalen Versandzeitpunktes. Getestet wurden die Versandzeitpunkte 9:00 Uhr, 11:00 Uhr, 13:00, 15:30 Uhr und 19:00 Uhr.

Versandmatrix: optimaler E-Mail Versandzeitpunkt (Quelle: Newsmarketing.ch)

Abb.: Versandmatrix: optimaler E-Mail Versandzeitpunkt (Quelle: Newsmarketing.ch)

Ein Auszug aus den Ergebnissen: