Online Video-Ads: Stand der Dinge + Video E-Mails

Der Verein Zukunft Digital – Forschungsgemeinschaft neue Medien e.V. veröffentlichte den ersten Teil der Studie “Bewegung im Netz”, in dem der Forschungsstand über Online Video-Werbung von 2006 bis heute zusammengefasst wird.

Aus dem Inhalt:

  • Trends & Entwicklungen
  • Strukturierung der Video-Werbeformen
  • Werbewirkungsforschung von Videoads
  • Studien-Übersicht zum Thema
Videos in E-Mails?

Videos in E-Mails?

In diesem Zusammenhang darf etwas Eigenwerbung gestattet sein: ich versuche gerade in Erfahrung zu bringen, in wie weit Videos in E-Mails auf Akzeptanz und Interesse – seitens der Marketer und der E-Mail-Empfänger – stoßen. Einen Test können Sie sich hier in den Posteingang zusenden lassen:
http://partner.dz-media.de/video

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Die Bestätigungs-E-Mail – was sollte sie enthalten?

Campaign Monitor: positives Beispiels für eine Confirmation E-Mail

Campaign Monitor: positives Beispiels für eine Confirmation E-Mail

Es gibt gute und es gibt schlechte Bestätigungs-E-Mails (“Confirmation”) nach einer Eintragung für einen Newsletter. Ich mache mir gerne anhand bestehender Dinge Gedanken über die Themen – hier möchte ich das Beispiel CampaignMonitor zur Hilfe nehmen, da mir die Bestätigungsemail (vgl. Abb.) nach meiner Subscription ganz gut gefiel.

Welche Elemente sind im einzelnen warum positiv herauszustellen?

  1. … thousands of other designers …” beugt einem etwaigen “Kaufkater” 😉 vor bzw. bekräftigt noch einmal die Entscheidung, sich für den Newsletter eingetragen zu haben. Schließlich Continue reading

Wann teilen Leser E-Mails mit ihrem sozialen Netzwerk?

Die Verknüpfung von E-Mail und sozialen Netzwerken gilt als eine der Hauptherausforderungen fürs E-Mail-Marketing in 2009. Immer mehr Zeit wandert vom Posteingang zu StudiVZ, Facebook & Co. Ein Versuch, hiervon als E-Mail-Marketer zu profieren ist die Einbindung von “Share with you Network”-Links in E-Mails. Nach seinem lesenswerten Beitrag “Are your Emails ‘shareworthy’?“, in dem inhaltliche Aspekte beleuchtet wurden und dem Bericht über die PERF-Technik, gibt Loren McDonald nun weitere Tipps in Sachen Optik/Design zu diesem Thema.

Zusammengefasst:

  1. Fokus auf die wichtigen sozialen Netzwerke, die innerhalb der Zielgruppe die höchste Penetration und Nutzungsintensität besitzen.
  2. Erklärung, wie Continue reading

CampaignMonitor: Verteilung der E-Mail Clients unter den Abonnenten?

Verteilung der E-Mail-Clients unter den E-Mail-Empfängern (Quelle: CampaignMonitor.com)

Verteilung der E-Mail-Clients unter den Abonnenten (Quelle: CampaignMonitor.com)

Der australische E-Mail Service Provider CampaignMonitor wartet seit gestern mit einer wirklich tollen Statistik für seine E-Mail-Versender auf.

Über den Abruf eines Tracking-Pixels lassen sich weit mehr Informationen einholen als bloß die, dass eine E-Mail (mindetens bis zum Tracking-Pixel) bei einem bestimmten E-Mail-Empfänger gerendert wurde. Scheinbar ist es auch möglich, anhand des Trackingpixel-Aufrufes den E-Mail-Client des Lesers eindeutig zu identifizieren. Im Ergebnis erhält der Versender somit Statistiken darüber, wie die Verteilung der verschiedenen E-Mail-Clients unter seinen Newsletter-Abonnenten ist. David Greiner von CampaignMonitor berichtet schon über einige Überraschungen, die so zutage gefördert wurden:

I never would have guessed that more than 7% of our subscribers open our emails on their iPhone, which has more than doubled since a newsletter I sent last August. (…) Likewise, I never would have assumed that AOL, MobileMe and Entourage make up less than 1% of my subscribers combined. (…) The most surprising thing we discovered building this report was just how different the results looked for different senders. Even companies in very similar industries still showed some big differences.

Sehr spannende und sinnvolle Sache… Mich würde z. B. brennend interessieren, wie die Verbreitung von Outlook 2007 in unseren B2C-Verteilern ist und wie allgemein aktuell die Verbreitung von Outlook 2007 und Lotus Notes im B2B-Bereich ist.

Wer bietet sowas hierzulande an? 🙂

Studie: Konversionsraten deutscher Online-Shops

Studie: Konversionsraten deutscher Online-Shops (Quelle: web-arts.com)

Studie: Konversionsraten deutscher Online-Shops (Quelle: web-arts.com)

Der Neue-Medien-Dienstleister Web Arts AG präsentiert die Ergebnisse der Studie “Konversionsraten deutscher Onlineshops”. Als Kern-Ergebnis wird festgestellt, dass sich die Umwandlungsraten von Website-Besuchern zu Käufern insgesamt auf sehr niedrigem Niveau bewegen und hier ein sehr großes Optimierungspotenzial seitens der Shopbetreiber schlummert. Ein paar Benchmarks aus der Studie:

  • Insgesamt wurden Ø 3% der Besucher zu Käufern
  • Gesundheitsfördernden Produkte zeigten mit 5,8% die beste Umwandlungsrate
  • Der Bereich Elektronik konvertierte mit 1,9% am schlechtesten

Die Studie wurde vom Hightext Verlag veröffentlicht und ist für 490,– EUR hier erhältlich:
http://www.ibusiness.de/shop

(Via ECIN)

Thunderbird 3: Neue Beta 2 ist raus

Die Weiterentwicklung des beliebten Open-Source E-Mail-Clients Mozilla Thunderbird in der neuen Version 3 läuft… Gestern ist die neue Beta Nr. 2 für Windows, Mac OS X und Linux erschienen.

Wer sich am Beta-Test beteiligen und/oder einen Blick in die neuen Funktionalitäten werfen möchte, kann den E-Mail-Client hier downloaden:

http://www.mozillamessaging.com/(…)/downloads/

Emarsys: Öffnungsraten sinken seit 2004 stetig – Benchmark Guide 2008

Der E-Mail-Service-Provider Emarsys eMarketing Systems veröffentlichte nun den “Email-Benchmarks 2008”-Report, in dem die durchschnittlichen Responseraten zwischen 2003 und 2008 miteinander verglichen werden. Ein Auszug aus den Ergebnissen:

  • Die Bouncerate betrug 2008 8,87% / 3,88% (B2B erstes / laufende Mailings) bzw. 8,13% / 2,36% (B2C initial / laufend)
  • Die Öffnungsraten befinden sich seit 2003 durch die zunehmende Unterdrückung externer Bilder im freien Fall. 2008 betrugen sie im Durchschnitt 32,19% (B2B) bzw. 28,56% (B2C). Der amerikanische Dialogmarketing-Verband regte in diesem Zusammenhang jüngst die Umbenennung der Kennziffer in “Render-Rate” an.
  • Die Click-Through-Raten befinden sich auf dem zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Messungen: 8,89%/17,09% (B2B unique / absolute) bzw. 8,08% / 14,28% (B2C unique / absolute)
  • Die Abmelderaten sind stark gestiegen und betrugen 2008 0,59% / 0,26% (B2B initial / laufend) bzw. 0,72% / 0,40% (B2C initial / laufend

Ferner enthält der Report

  • den Anteil der E-Mail-Formate (HTML / Text) und
  • einen tabellatischen Branchenvergleich über die genannten Kennziffern

Der Report kann hier abgerufen werden:
http://www.emarsys.net/(…)_3514_129347_95

(pdf, 11 Seiten, 120kb)

Zur Methodik:
Betrachtet wurde der Zeitraum 1.1.08 – 31.12.08. Es wurden über 20.000 Kampagnen von mehr als 350 Unternehmen (B2B & B2C) ausgewertet.

Schei? Encoding! ISO 8859 vs. UTF-8

GetDigital.de: Schei? Encoding

"Schei? Encoding" Shirt von GetDigital.de

Der alte Kampf bei der Zeichenkodierung ist immer noch nicht ausgefochten: ISO 8859 oder UTF-8…? WTF-8 UTF-8 ist bzgl. des Zeichenvorrats weit umfassender, da hier etwa auch die deutschen Umlaute enthalten sind und diese somit nicht mehr – wie bei ISO 8859 – mit HTML-Entitäten wie

ü

für

ü

kodiert werden müssen. Doch auch wenn das Internet Mail Consortium (IMC) seit 1998 für E-Mail-Clients die Unterstützung von UTF-8 empfiehlt: bis heute gibt es mitunter noch Darstellunsprobleme. Bei Web.de werden einige UTF-8 kodierte Sonderzeichen (z. B. das Euro-Währungssymbol) beispielsweise durch einen hässlichen Platzhalter ersetzt. Bei Gmx und AOL zeigen sich die selben Probleme, wenn der UTF-8-kodierte E-Mail-Quelltext versehentlich als ISO 8859-1 kodierte E-Mail versendet wurde – hier fällt das Euro-Symbol im Betreff einfach weg.

Fazit: Auch wenn sich meiner Erfahrung nach die kodierungsbedingten Darstellungsprobleme auf einige wenige Sonderzeichen (z. B. “€”) und in der Regel auf die Betreffzeile reduzieren: es empfiehlt sich, ISO 8859-1-kodierte E-Mails zu versenden, da dies der probate kleinste gemeinsame Nenner ist.[1]

Ergänzung:

Christoph Bajohr hat in seinem WalkingSmall-Blog die UTF-8-Unterstützung der gängigen E-Mail-Clients und Webmailer noch einmal tabellarisch zusammengefasst.

Alle leidgeplagten Marketer können übrigens ihren Unmut schweigend mit dem nebenstehenden Stoff-Fetzen kundtun… 😉

http://www.getdigital.de/products/scheiss_encoding

Noch mehr lustige Geek-Wear von GetDigital.de gibt’s hier.

(Via 100partnerprogramme.de)

Fußnote

[1] Beim vorangegangenen Posting “Conrad: Optimiertes Mailing sowie interessanter E-Mail-Absender” hat sich übrigens auch ein Kodierungsfehler – im E-Mail-Body in einer ISO-kodierten E-Mail – eingeschlichen. Wer ihn als erster findet, bekommt auf der Dmexco ne saftige Pilsette von mir aufe Hand. 😉 Tipp: Man schaue in die alt-Texte und sei sich der Tatsache bewusst, dass die E-Mail zwar ISO 8895-1-kodiert ist, aber ein ü dort als C3BC (= ü in UTF-8) kodiert wurde, was in zwei “wirren” Zeichen resultiert – 1x C3 in ISO und 1x BC in ISO.

Conrad: Optimiertes Mailing sowie interessanter E-Mail-Absender

Conrad: Alukoffer-Mailing im Thunderbird-Vorschaufenster ohne Bilder - heute im Vergleich zu vorher

Conrad: Alukoffer-Mailing (Thunderbird, ohne Bilder) - heute vs. vorher

Dass es durchaus lohnt, sich Gedanken über die E-Mail-Ansicht im Vorschaufenster bei unterdrückten Bildern zu machen, zeigt das aktuelle Beispiel Conrad. Die Conrad-Newsletter zeichnen sich in der Regel durch alleinige Nutzung schöner, opulenter Grafiken aus. Nur nützen die schönsten Grafiken natürlich wenig, wenn mehr als die Hälfte der Leserschaft beim Scannen des Posteingangs davon bzw. vom E-Mail-Inhalt aufgrund unterdrückter Bilder nichts sieht . Wenn zudem keine

alt

-Texte (übrigens: nicht

alt-<em>Tags</em>

😉 ) genutzt werden, dürfte das Interesse dieser Leser nur schwer zu erlangen sein.

Dies hat nun scheinbar auch der Elektronik-Händler realisiert und gehandelt. Machen Sie sich selbst ein Bild: die rechtsstehende Abbildung zeigt im oberen Teil die aktuelle Newsletter-Vorlage und darunter einen alten Newsletter zu einer ähnlichen Promotion. Rot umrandet ist dabei exemplarisch jeweils der Teil der E-Mail, der bei klassischer Ansicht im Thunderbird-Vorschaufenster zu sehen wäre.

Vergleich und Bewertung

In der alten Version ist im Vorschaufenster nichts sichtbar – außer ein unpersönlicher und uninformativer Darstellungsfehler-Link. In der neuen Version dagegen sieht der E-Mail-Empfänger auf Anhieb

  • den Absender bzw. die Marke “Conrad”, was Vertrauen und Wiedererkennungswert erzeugen sollte
  • den Anlass des Mailings: ein 40%-Rabatt auf den Alu-Koffer mit künstlicher Verknappung (“nur 570 Stück”), um so Aufmerksamkeit, Interesse und Handlungsdruck zu erzeugen
  • einen Call-To-Action (“Jetzt bestellen”), um direkt die Möglichkeit zur Handlung zu geben
  • eine optisch hervorgehobene Anrede, um eine persönliche Brücke zu schlagen für den darauf folgenden Promotion-Text.

Ich denke wir können auch ohne die spirituelle Hilfe von Astro TV-Beratern mutmaßen: das neue Mailing dürfte – allein aufgrund der genannten Punkte – bereits deutlich besser laufen.

Interessant: Promo-Artikel statt Marke als Absender?

Conrad: Variation der Absender-Namen

Conrad: Variation der Absender-Namen

Anhand des E-Mail-Absenders und -Betreffs entscheidet sich der E-Mail-Empfänger in der Regel, ob er sich mit einer E-Mail befasst. Vielfach wird dem Absender dabei mehr Gewicht als dem Betreff zugestanden.[1] Interessant bei vielen Conrad-Mailings finde ich in diesem Zusammenhang die Idee, im Absender-Namen den Gegenstand der Promotion (hier z. B. das Produkt “Alu-Koffer”) der Marke “Conrad” voranzustellen (vgl. Abb. 2). Vom Absender wird in den E-Mail-Clients und Freemailern nur eine begrenzte Anzahl Zeichen im Posteingang angezeigt.[2] Daher wird “Conrad” oftmals gar nicht sichtbar sein. Im ersten Moment widerspricht diese Vorgehensweise somit dem Gedanken, die Bekanntheit der Marke Conrad für einen entsprechenden Wiedererkennungswert im Posteingang zu nutzen. Auf der anderen Seite habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass wechselnde Absender sich positiv auf die Performance auswirken können. Vermutung: viele E-Mail-Empfänger reagieren bei neuen Absendern einfach zunächst mit Neugierde.[3] Ein Test kann lohnen…

Eine Bitte am Rande: Wenn Sie Variationen des Absender-Namens im Rahmen Ihres E-Mail-Marketings testen, beachten Sie dabei bitte stets die rechtlichen Rahmenbedingungen des § 6 TMG, nach dem die Verschleierung des Absenders grundsätzlich verboten ist.[4]

Fußnoten

[1] Vgl. z. B. den Artikel “7 Ways to Woo Customers Through E-mail Subject Lines“, erschienen auf targetmarketingmag.com am 10.12.08. Empirische Zahlen aus einer Befragung liefert Insecon eMarketing im Newsletterreport 2009:

57,9% [der Befragten] waren sich einig, dass [bei der Entscheidung, zu öffnen oder nicht] der Betreff nicht ausschlaggebend sei, sondern der Absender klar zu erkennen sein muß.

[2] Gmx zeigt z. B. im Posteingang nur ca. 15-16 Zeichen des Absenders an: “ALU-Koffer Verk…” statt “ALU-Koffer Verkauf bei Conrad”. Die Marke “Conrad” ist im Posteingang somit nicht sichtbar.

[3] Laut Insecon eMarketing-Newsletterreport 2009 öffnet immerhin ca. jeder 10. E-Mail-Empfänger jede Nachricht aus Neugierde.

[4] Weitere Infos hierzu z. B. auf impressum-recht.de.

Rekord: Nigeria Connection bringt Österreicherin um 350.000 Euro

“Trauriges morgens empfing ich nicht Ihre Antwort (…)”

Dies sind die einleitenden Worte der rentabelsten Scam-E-Mail der Welt. Lassen Sie sich diesen Halbsatz auf der Zunge zergehen. War es der Appell an die Gefühle, das erregte Mitleid, Schuldbewusstsein oder war es etwa schlicht die versprochene Summe von 40% einer angeblichen Erbschaft in Höhe von 6 Mio. US-Dollar? Egal was den Ausschlag im Gehirn gab: jedenfalls kratzte eine Österreicherin im Rahmen einer typischen Nigerian Fraud-Schnitzeljagt (vgl. auch vorangegangener Beitrag) nach und nach 350.000 Euro zusammen und überwies diese brav an die Nigeria Connection. Danach hörte Sie allerdings nichts mehr von ihrem “Geschäftspartner”.

Auf DerStandard.at kommentiert silenus die Meldung zynisch mit:

Der bisherige Rekord lag bei 400.000 $[1], das wären schlappe 300.000 €?
Wir [Anm.: die Österreicher] sind Weltmeister! *ggg*

😉

Fußnote

[1] Hintergrund: Im November 2008 wurde eine gutgläubige Amerikanerin aus Oregon mit einer ähnlichen Masche um 400.000 US-Dollar erleichtert.
Vgl. FoxNews.com.