Monthly Archives: February 2009

Beeindruckend: Virale personalisierte Weiterleitungen (PERF)

Weiterleitungs-Funktionalitäten gehören zum Standard-Funktionsumfang vieler ESP. Problem dabei: Der Nutzen ist extrem gering. Der klassische “Forward to a Friend” (FTAF)-Button (Weiterleitung von E-Mail-Posteingang zu -Posteingang) in der E-Mail erzeugt erfahrungsgemäß schwache Klickraten im unteren untersten Promillebereich. Und auch die neueren “Share with your Network” (SWYN)-Funktionalitäten (Weiterleitung der E-Mail-Inhalte in soziale Netzwerke), die z. B. Inxmail gestern und Silverpop ebenfallst kürzlich angekündigt haben, dürften – zumindest derzeit – nicht nachhaltig besser abschneiden.[1] Möglicher Grund: Die E-Mail-Empfänger erachten die Newsletter-Inhalte in der Regel nicht als weiterleitungswürdig.[2]

Ein neues Konzept, das mich von der Idee, den Möglichkeiten und Ergebnissen sehr beeindruckte, hat der amerikanische Email Experience Council jetzt vorgestellt – und benannt: “Quorus Viral Personal Forward Technology” (PERF).

Abb. 1: Werbemittel mit klassicher F2AF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)

Abb. 1: Werbemittel mit klassicher F2AF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)

Die Fallstudie: Im Rahmen eines Split A/B-Tests vor den Weihnachtsferien 2008 wurde ein eCard-Werbemittel mit viraler PERF- (vgl. Abb. 2) gegen dasselbe mit klassischer FTAF-Funktionalität (vgl. Abb. 1) getestet.

Beeindruckende Ergebnisse:

  • 6,18% (1,3%) Click-Through-Rate bei PERF (FTAF)
  • 3,73% (0,74%) Weiterleitungs-Rate bei PERF (FTAF)
  • 45,14% Öffnungsrate bei der weitergeleiteten PERF-E-Mail
  • Bei der PERF-Kampagne wurde noch 2 Wochen nach dem Start Aktivität verzeichnet (standardmäßig geht die Aktivität bereits 72 Stunden nach der Aussendung gegen Null)
Abb. 2: Werbemittel mit viraler PERF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)

Abb. 2: Werbemittel mit viraler PERF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)

Die Versuchsanordnung: Die Kontrollgruppe (FTAF) der Kampagne bekam eine Ferien-eCard mit einer Kuchen-Grafik zugesandt, wobei der Kuchen als 1:1-Weiterleitung weiterverschenkt werden konnte (vgl. Abb 1). Die Test-Gruppe (PERF) bekam eine optimierte Variante der eCard (vgl. Abb. 2), in der

  • 1 von 4 weiterverschenkbaren Dingen (Kuchen, Pullover, Socken, Weihnachtsmann) auf einer Landingpage (vgl. Abb. 3) ausgewählt und
  • mit einer invidivuellen Botschaft an einen Freund weitergeleitet werden konnte.
Abb. 3: Landingpage des PERF-Creatives

Abb. 3: Landingpage des PERF-Creatives

Zur initialen PERF-Nachricht zum Testen:
http://www.fdfcm.com/fruitcake/select

Mögliche praktische Anwendungsgebiete für die PERF-Technik im E-Mail-Marketing sind manigfaltig. A. Madison & L. Harmon schreiben beispielsweise hierzu:

(…) Zappos could send an email to subscribers providing three “gifts” that each recipient could share with up to five friends: free overnight shipping on any purchase, 20% off any purchase, or $10 off any item. (…) [Link hinzugefügt]

Ich würde sagen: PERF – ein Experiment, das zum Nachahmen einlädt. 🙂

Fußnoten

[1] Alex Madison und Lisa Harmon liefern konkrete Zahlen hierzu (18.2.09):

Standard FTAF technology rarely inspires more than a 0.7% forward rate, and SWYN is reported to inspire about two to three times that.

[2] Vgl. z. B. den Artikel “Are your Emails shareworthy?” des Silverpop Vizepresidenten Loren McDonald vom 12.2.09.

CSA: Sender++-Logo soll im Posteingang Vertrauen schaffen

Im Rahmen der Certified Senders Alliance, der E-Mail-Versender-Positivliste vom eco Verband und dem DDV ist ein besonderes Sender++-Logo geplant, das Massenversender im Freemailer-Posteingang als seriös kennzeichnen soll. Das Logo soll in Zusammenarbeit mit den ISPs der Absender-Adresse vorangestellt werden und somit Vertrauen sowie zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen.

Vorbild des Sender++ Service scheint zum einen Goodmail aus den USA zu sein – ebenfalls ein Whitelisting-Projekt, das vertrauenswürdige Versender gegen Gebühr mit einem besonderen Logo im Posteingang markiert.

Gmx: Absenderkennzeichnung durch ein Logo

Gmx: Absenderkennzeichnung durch ein Logo

Zum anderen bieten auch ISPs wie gmx.de bereits die Möglichkeit, im Posteingang statt des Absender-Namens ein Logo einzublenden. Dies wird meines Wissens nach z. B. von Gmx selbst ;-), von eBay (?) und von Amazon (?) genutzt.

Über die Kosten von Sender++ für den Versender ist noch nichts bekannt.

(Via EmailMarketingBlog.de nach IWB)

ReturnPath: Umfrage unter europäischen E-Mail-Marketern

ReturnPath, seines Zeichens Spezialist für E-Mail-Zustellung und Betreiber von Sender Score veranstaltet aktuell eine Benchmark-Umfrage unter europäischen E-Mail-Marketern:

(…) quick survey about email marketing (just 12 questions). The results will help benchmark marketer practices and understandings around email delivery and response.

Zur Umfrage (12 Fragen, ca. 5 Minuten):
http://www.surveymonkey.com/(…)aV8p0_2baYevg_3d_3d

Belohnt wird die Teilnahme mit der Zusendung der Ergebnisse nach erfolgter Auswertung. 😉

(Via BeRelevant!)

PS: Btw interessante Unterteilung/Bezeichnung der Opt-In-Modi, die mir bis dato auch noch nicht untergekommen ist:

Soft opt-in collects email address for another purpose (e.g.: purchase) at which time the address is added to the marketing file. This is often a pre-checked box.

Active opt-in collects email address when the subscriber actively types it in and ticks “submit”.

Double opt-in collects email address through an active opt in, and then requires a second or double confirmation via reply to an email sent to that address.

E-Mail für das Vorschaufenster optimieren

Den Tweet von Badenberg (empfehlenswert) gestern morgen (vgl. Abb. 1) nehme ich mal zum Anlass, noch schnell einen WordPress-Entwurf vom vergangenen Freitag zu publizieren. 😉 Badenberg zitierte eine MarketingSherpa Studie:

Badenberg: ca. 25% der E-Mail-Leser nehmen die E-Mail nur im Vorschaufenster wahr (Via MarketingSherpa)

Abb. 1: Badenberg-Tweet zu einer MarketingSherpa-Studie (Februar 2007)

Die Studie ist schon etwas älter (Februar 2007), aber die Aussage – denke ich – nach wie vor aktuell:

  • jeder 4. E-Mail-Empfänger liest die Mail nur im Vorschaufenster
  • mehr als die Hälfte sehen standardmäßig keine Bilder

Ergo: Der “erste Eindruck”, den der Newsletter a.) im kleinen Vorschaufenster above the fold und b.) auch ohne Bilder erzeugt, ist enorm wichtig. Wie der Zufalle es so will, habe ich am Freitag eine diesbezüglich sehr gelungene Werbe-E-Mail von Orvis zum Presidents Day am Montag erhalten (vgl. Abb. 2), die imho als gutes Beispiel taugt:

Orbis: Darstellung der E-Mail im Vorschaufenster (Thunderbird) bei unterdrückten Bildern

Abb. 2: Darstellung der Orvis-E-Mail im Vorschaufenster (Thunderbird) bei unterdrückten Bildern

Orbis: E-Mail-Aufbau im Vorschaufenster

Abb. 3: E-Mail-Aufbau im Vorschaufenster

Einige Dinge, die mir an der E-Mail-Gestaltung im Vorschaufenster (vgl. Abb. 3) besonders gefallen haben:

  • E-Mail mit “Format“: In 236 Pixel Höhe und 600 Pixel Breite sind – auch ohne Bilder – bereits die wichtigsten Infos für den Leser “above the fold” ersichtlich. Hierauf basierend fällt der E-Mail-Empfänger nun die Entscheidung, ob die E-Mail gelesen (“überflogen”) wird oder nicht.
  • Der Pre-Header enthält
    • … den Anlass (=Betreff) der E-Mail mit einem Link zur Website. Der Text ist linksbündig. Oben links ist dies das Erste, was der E-Mail-Empfänger wahrnimmt.
    • … den Link zur Webansicht der E-Mail, um so Bilder anzuzeigen oder Darstellungsfehler zu korrigieren.
    • … und die Bitte, den Absender zum Adressbuch hinzuzufügen, um die Zustellungsrate positiv zu beeinflussen.
  • Der Header zeigt deutlich hervorgehoben den Absender “Orvis” mit entsprechendem Wiedererkennungswert für den Leser. Zusätzlich wird noch einmal ein Anlass für die E-Mail genannt.
  • Anhand der verlinkten Navigation in Text-Form hat der Leser sofort einen Überblick über das Sortiment.
  • Im Body-Bereich springt die Primär-Botschaft der E-Mail (“Zum Presidents-Day bis 75% sparen”) noch einmal als
    alt

    -Text anstelle der unterdrückten Grafik ins Auge.

Find’ ich gut. 🙂

Download: Leitfaden E-Mail Marketing 2.0 von Torsten Schwarz

absolit.de)

Dr. Torsten Schwarz: Praxistipps E-Mail Marketing 2.0 (Quelle: absolit.de)

Vom “Leitfaden E-Mail-Marketing 2.0”, der im Herbst 2009 in gebundener Ausgabe im Handel erscheinen wird gibt es vorab einen kostenlosen Appetit-Happen. Im PDF-eBook geben 23 Autoren namhafter Unternehmen auf 52 Seiten Tipps zu den Themen

  • E-Mail-Marketing allgemein
  • Adressdatenbanken aufbauen, verwalten und nutzen
  • E-Mail-Kampagnen einbinden, gestalten und optimieren
  • Versandsysteme auswählen, integrieren und automatisieren
  • Neue Kunden gewinnen und Bestehende halten

Zum Download:
http://www.absolit.de/sonderdruck.htm
(pdf, 52 Seiten, 3.22mb)

Nebenbei für Interessierte der Leitfaden “1.0” (3. Aufl, Sept. 2004) bei Amazon:
http://www.amazon.de/Leitfaden-eMail-Marketing(…)

EEC 2009: Werbemittel-“Fight Night” zwischen drei Agenturen

Ein interessantes Event der Email Evolution Conference 2009: die Email Creative Fight Night. 🙂 Im EEC-Ring traten mit eROI, Responsys und Mighty Interactive drei namhafte E-Mail-Marketing-Agenturen gegeneinander an. In drei Fight-Runden galt es, jeweils ein von den EEC-Teilnehmern gewähltes E-Mail-Werbemittel besser als die beiden Mitbewerber zu optimieren, um so den Runden-Sieg durch das EEC-Teilnehmer-Voting einzusacken. Soviel sei verraten: eine Agentur, die ich persönlich in der Vergangenheit schon lieb gewonnen hatte, hat die beiden anderen ordentlich auf die Bretter geschickt… 😉

Zum Nutzen der Fight Night: Nach einer kurzen Einführung in allgemeine Werbemittel Best-Practices und in einen probaten Aufbau einer E-Mail – bestehend aus Preheader, Header, Navigation, Inhaltsverzeichnis, primärer Botschaft, weiterer Botschaften, Sidebar/Siderail, Verabschiedung und Footer – ging es dann auch schon ans Eingemachte:

[vodpod id=Groupvideo.2083342&w=425&h=350&fv=]

… sicher eine ganze Menge Anregungen zur E-Mail-Creative-Gestaltung dabei.

Ergänzend noch die Videos zu den einzelnen Runden aus dem YouTube-Channel von eROI: Continue reading

EEC 2009: Mit 13% Mitteleinsatz mehr als 100% Erfolg

Matt Blumberg, CEO von Return Path berichtet im Blog über eine interessante Fallstudie, die auf der gestern endenden EEC 2009 präsentiert wurde. Im Fall bereinigte ein Listeigner seinen E-Mail-Verteiler rigoros: jeder, der nicht aktiv erneut sein Opt-In für den E-Mail-Empfang gab, wurde ausgetragen. In der Folge sank die Listgröße ca. 34.000 auf ca. 4.500 (!) Kontakte.

(Ich kann mir Ihr schmerzverzerrtes Gesicht als Listeigner vorstellen, aber… 😉 ..)

Bei der nächsten Aussendung erhielt der Versender folgendes Ergebnis:

  • Die Öffnungsrate stieg von 25% auf 53%,
  • die Click-Through-Rate von 7% auf 22%
  • die Anzahl der Spam-Complaints reduzierte sich auf 0
  • und die Anzahl der Klicks absolut betrug 509 vor der Bereinigung und 510 danach (!!).

D. h. mit rund 13% des ursprünglichen Mitteleinsatzes wurden mehr als 100% des ursprünglichen Ergebnisses erreicht. Ein Effizienzgewinn, der seines Gleichen sucht und der die Wichtigkeit der Einwilligung plus Relevanz sowie gleichzeitig die Unwichtigkeit von “Masse” als Selbstzweck unterstreicht.

Klar: es werden bei einer solchen statischer Betrachtung einige Dinge ausgeblendet. Was ist z. B. mit der Attraktivität des Newsletter-Themas vorher und nachher, oder mit der Entwicklung der Performance der Liste im Zeitablauf… Diese relativierenden Dinge außen vor ist dies dennoch ein Beispiel, das – wenn auch nicht unbedingt in dieser extremen Form, aber zumindest gedanklich – Schule machen sollte. Die Zeiten von Massenaussendungen sind lange vorbei; wer erwünschte Inhalte an spezifische Zielgruppen-Segmente versenden kann, der punktet.

Outlook: neue Spam-Filter-Signaturen

E-Mail gestern “de moi”:

“Lieber Kunde, haben Sie den Test-Versand [Anm. d. R.: für Ihre Kampagne in unserem Newsletter] erhalten und können wir so versenden?”

Antwort des Kunden heute morgen:

“Habe die Mail leider erst jetzt gesehen, da Sie [sic] in meinem [Anm. d. R.: Outlook 2007] Spam-Ordner gelandet ist.”

Kennen Sie als Versender diese Szene? Outlooks inhärenter Spam-Filter scheint irgendwie ein Mysterium zu sein… Ich möchte dem Algorithmus keine “Willkür” unterstellen oder Onkel Bayes Theorem anzweifeln, aber manchmal… 😮 Nun gut – vielleicht ändert sich etwas durch die aktualisierten Spam-Signaturen, die Microsoft vor wenigen Tagen als Patch herausgegeben hat.

Zum Download:

  • Neue Spam-Signaturen für Outlook 2007 (KB959634)
  • Neue Spam-Signaturen für Outlook 2003 (KB959614)

Text-Branding: Wiedererkennungswert auch ohne Bilder

Erkennen die Abonnenten Ihres Newsletters selbigen auf Anhieb im E-Mail-Posteingang? Wenn Sie den Gedanken reflektieren, bedenken Sie dabei bitte die folgenden vier Fakten:

  1. Dem E-Mail-Versender stehen nur wenige Sekunden zur Verfügung, um Aufmerksamkeit beim Leser zu erzeugen und ihn zum Lesen des Newsletters zu bewegen.
  2. In vielen Clients werden externe Bilder im Newsletter aus Datenschutzgründen standardmäßig nicht angezeigt, sondern müssen erst auf Knopfdruck vom Leser nachgeladen werden.
  3. Der Leser sieht oft zunächst nur einen kleinen Ausschnitt (ca. die ersten 200 Höhen-Pixel) des Newsletters im Vorschaufenster seines Clients.
  4. Bekanntheit und Vertrauen in den Absender sind einer Studie von ReturnPath [pdf, 400kb, 9 Seiten] zufolge die Haupteinflüsse bei der Entscheidung eines Lesers, eine E-Mail zu öffnen und zu lesen oder nicht.[1]

Wer beim Leser mit ansprechenden Newsletter-Betreff und vertrautem Absender-Namen die “erste Hürde” im Posteingang in Richtung Aufmerksamkeit genommen hat, sieht sich anschließend der nicht minder schwierigen zweiten Hürde gegenüber – es gilt…

  • möglichst ohne Zuhilfenahme von Grafiken,
  • auf engstem Raum und
  • innerhalb kürzester Zeit

… Vertrauen und Wiedererkennungswert zu schaffen, um zum Lesen zu animieren. Dienlich hierfür ist unter anderem die Nutzung von Zeichen, Designs und Symbolen zur unverwechselbaren Identifikation des Newsletters (Neudeutsch: “Branding“). Anbei einige – wie ich finde – elegante und “entspannte” Lösungen (im Screenshot jeweils Newsletter sowie Website/”Corporate Identity”), die einen schnellen Wiedererkennungswert allein auf der Basis von Text- und Farb-Markierungen schaffen:

)”Campaign Monitor)
EDS Alert

Abb. 2: EDS Alert

Gratisproben.com-Newsletter

Abb. 3: Gratisproben.com-Newsletter

Die Beispiele mögen zunächst unscheinbar wirken, aber vielleicht ist es – getreu dem Motto “weniger ist mehr” – einmal eine Anregung, einen Split-Test oder gar ein Redesign wert…

(… to be continued… 🙂 …)

Fußnoten

[1] Vgl. Return Path Third Annual Holiday Email Consumer Survey, Return Path, Januar 2007, S. 3.

[2] Vgl. Campaign Monitor.

Studie: Soziale Netzwerke ergänzen E-Mail – Beispiel Papa Johns

Interessante Ergebnisse liefert eine aktuelle Web.de-Studie mit dem Titel “Das Kommunikationsverhalten von Nutzern im Internet“.1 Zentrale Feststellung: Soziale Netzwerke und Instant Messaging-Dienste ergänzen die Kommunikation, ersetzen den Dienst “E-Mail” aber nicht. Das die ergänzende Wirkung auf sehr kreative Weise durchaus möglich ist, zeigt das Beispiel Papa John’s unten.

Doch zunächst einige Ergebnisse der Studie:

  • Adoption: Ca. 100% (ca. 50%) besitzen eine E-Mail (Social-Network) Account
  • Nutzungsintensität:
    • 81,9% (49,1%) nutzen E-Mail (soziale Netzwerke) pro Woche mehr als 1 Stunde
    • 50,3% (18,1%) nutzen E-Mail (soziale Netzwerke) mehrmals täglich
  • Alter: Je Älter, desto mehr geht die Nutzung von Sozialen Netzwerken zurück bzw. nimmt die Nutzung von E-Mail zu. Ein Alter von 25 Jahren wird als “Schallmauer” festgestellt.
  • Wunsch nach Konvergenz: Fast 70% würden sich eine integrierte Kommunikation wünschen.

Wie dem auch sei: jeder Marketer sollte sich der teilweise Verschiebung der Consumer-Präferenzen gewahr sein (vgl. auch Hinweis auf Simms Jenkins Artikel). Diese Verschiebung ist keine Hypothese sondern bereits Tatsache, was sich manigfaltig manifestiert. Plakatives Beispiel meiner Wenigkeit: mein Freundes- und Bekanntenkreis aus dem Rock-Bereich kommuniziert zunehmend über MySpace, wo auf der Profil-Seite direkt die neusten Demo-Songs veröffentlicht werden können. Facebook scheint sich zunehmend für – im Vergleich zu Xing und LinkedIn – lockeres Business-Networking als Ergänzung zu etablieren. Hier gibts im Gegensatz zu E-Mail keinen kaum Spam, die Dienste sind durch die Funktionalitäten und Individualisierbarkeit “sexy”; die E-Mail mutet dagegen eher etwas angestaubt an.

Wer sich der Verschiebung gewahr ist, kann sich im nächsten Schritt auf die Suche nach den neuen Potenzialen und Möglichkeiten machen, die diese Entwicklung bietet. Ein Beispiel: Der US-Pizza Service Papa John’s lobte für jeden Facebook-Fan der Kette einen Gutschein-Code für eine kostenlose Pizza aus. Um den Code zu erhalten, musste der User – nachdem er Fan der Facebook-Gruppe wurde – auf der Papa John’s-Website seine E-Mail-Adresse bestätigen. Im Ergebnis hatte die Kette so zwei Opt-Ins gewonnen – eins für die Kommunikation über Facebook, eins für E-Mail. Das soziale Netzwerk hat den E-Mail-Kanal somit auf kreative Weise ergänzt.

(Via wuv.de)

Fußnoten

1 Vgl. Details der Studie vom 10.2.09 via W&V Media. Im Rahmen der repräsentativen Studie von Web.de wurden 1000 Probanden befragt.